Haag

Erstellt am 21. März 2017, 05:56

von Sabine Hummer

Bürger gegen Strommasten. Bürger befürchten durch die Errichtung einer 110-kV-Freileitung eine massive Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Ortschefs starteten Lösungsinitiative.

Die Bürgermeister Karl Huber (Ernsthofen, l.), Lukas Michlmayr (Haag, 2.v.r) und Manfred Schimpl (r.) unterstützen die Bürger mit einer Petition. Auch der Haager Stadtrat Johann Kogler (2.v.l.) zählt zu den Betroffenen. Der Ausblick auf Wiesen und Wälder könnte bald von Strommasten dominiert werden.  |  NOEN, Sabine Hummer

Der Strombedarf steigt stetig, deshalb hat die EVN bereits vor geraumer Zeit die Ausweitung ihres Netzes ins Auge gefasst. Derzeit erfolgt die Stromversorgung der Region westliches Mostviertel im Wesentlichen über zwei 110-kV-Leitungen (Mittelspannung). Nun ist geplant, eine weitere Mittelspannungsleitung vom Umspannwerk Ernsthofen nach Waidhofen/Ybbs zu errichten.

Stromversorgung im westlichen Mostviertel soll in den nächsten Jahren auf sichere Beine gestellt werden.  |  NOEN/zvg

Für die neue Leitung ist auch eine Änderung der Trassenführung und der Mastenstützpunkte geplant. In die Planungsarbeiten und die Ausarbeitung mehrerer Trassenvarianten sind auch die jeweiligen Gemeinden eingebunden. So wurde im Juli 2016 seitens der Gemeinde Haidershofen bereits ein Grundsatzbeschluss gefällt, in dem sich der Gemeinderat einstimmig für jene Trasse aussprach, die die Anrainer und Landschaft am wenigsten beeinträchtigt (die NÖN berichtete).

Bürger starteten eine Unterschriftenaktion

Im Dezember des Vorjahres wurden die betroffenen Grundbesitzer der Gemeinden Haag, Haidershofen und Ernsthofen zu einer Informationsveranstaltung geladen. Die Begeisterung hielt sich dabei in Grenzen, eher im Gegenteil: Die Bürger starteten daraufhin eine Unterschriftenaktion, die Ende Februar an die Ortschefs übergeben wurde.

„Wir nehmen die Sorgen unserer Bürger selbstverständlich sehr ernst“, betonen die Bürgermeister Lukas Michlmayr (Haag), Manfred Schimpl (Haidershofen) und Karl Huber (Ernsthofen). Sie verfassten nun eine Petition, die an die EVN sowie an Landesrat Stephan Pernkopf adressiert wurde.Denn es gibt – wie in der Petition zum Ausdruck kommt – mehrere Gründe, warum die betroffenen Bürger das geplante Freileitungsprojekt ablehnen.

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