Erstellt am 17. September 2015, 11:10

Süßer Genuss wie anno dazumal. Bäckerei & Konditorei | Seit 105 Jahren bäckt Piaty in der Stadt Waidhofen von Hand und mit Zutaten aus dem Land. Die Unternehmerfamilie formt Brot, Gebäck und Mehlspeisen wie zu Großmutters Zeiten.

Süßer Duft liegt in der Konditorei & Bäckerei Piaty am Unteren Stadtplatz in Waidhofen/Ybbs in der Luft. Bäckermeister Thomas Piaty leitet den Betrieb mit Vater Karl, Gattin Michaela, Mutter Dorothea und Sohn Paul Piaty (v. l.) im traditionsreichen Verkaufsraum aus dem Jahr 1927.  |  NOEN, Markus Huebmer
Entgeltliche Kooperation: Die WKO NÖ und die NÖN präsentieren die Familienunternehmen Niederösterreichs.

Erfolg seit Generationen: Teil 20

Ein Haus, das nach Kipferl, Kaffeeplausch und Sommersonne schmeckt – dahinter steht in der Stadt Waidhofen seit über 100 Jahren die Familie Piaty. Doch schon seit dem 17. Jahrhundert, noch bevor die Vorfahren von Bäckermeister Thomas Piaty und seinem Vater Karl 1910 ins Ybbstal kamen, befand sich in dem Haus am Unteren Stadtplatz eine Bäckerei.

Heute verwöhnt die Bäckerfamilie mit ihren rund 20 Mitarbeitern Stadt und Land mit frischem Brot und Gebäck, köstlichen Mehlspeisen und rührgespachteltem Speiseeis.

x  |  NOEN, privat
Thomas Piaty leitet den Betrieb: „Ich bin stolz auf die Leistungen meiner Familie, in der Bäckerei und Konditorei blicke ich in die Zukunft.“ Der mehrfach ausgezeichnete Bäcker- und Konditormeister steht selbst via sozialer Medien mit seinen Kunden in Kontakt.

Fast wöchentlich gibt es Neuigkeiten: Viele Ideen sprudeln. Zeitgemäße Kreationen warten, verkostet zu werden. Immer wieder überrascht man mit neuen Zugängen zur Genusskultur. Daneben stehen die Piatytorte oder der Mokkawind täglich in der Vitrine, deren Komposition stammt aber schon aus Urgroßmutters Zeit.


„Unsere Rezepte haben wir seit vielen Jahrzehnten beibehalten“, sagt Piaty. Die Milch kommt von der Waidhofner Kuh und die Eier von der Henne aus der Region – natürlich bio.

Ein Ort der städtischen Geselligkeit ist das Kaffeestüberl. Zusammen mit der Konditorei ist es ein Kind der noblen europäischen Kaffeehäuser. Stil und Ambiente lassen die Zeit anhalten, wenn man sich zu Tisch begibt.
   
Schwierige Zeiten durchlebte das Haus nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Betrieb musste für die Sowjetmacht backen und Menschen von St. Pölten bis zur Ennslinie versorgen. Und ein weiterer Blick in die lange Chronik verrät: Das historische Haus erhielt vor genau 80 Jahren seine typische Bemalung und die weiß-blauen Fensterläden.

Daten & Fakten

  • Gründungsjahr: 1910.

  • Geschäftsführer: Thomas Piaty.

  • Unternehmensgegenstand: Zuckerbäckerei, Bäckerei, Kaffeestüberl.

  • Mitarbeiter: rund 20.

  • Produktpalette: 50 Sorten Bäckereiartikel, Brot und Gebäck, 100 Sorten Konditoreiwaren, Speiseeis – direkt im Haus erzeugt.

  • Firmenchronik:

    • 1910: Karl Piaty III. übernimmt mit seiner Frau Cäcilia die Bäckerei.

    • 1925: größter Dampfbackofen Österreichs.

    • 1935: Die blauen Fensterläden und die bunte Fassade geben dem Haus den jetzigen Anblick.

    • 1945: Beschlagnahmung durch russische Besatzung.

    • 1960: Einer der 1. Kaffeehaus-Nichtraucherräume in Österreich.

    • 2000: „Goldene Kaffeebohne“ – beste Kaffeekonditorei NÖ.

    • 2009: Bundespräsident Heinz Fischer ernennt Karl Piaty V. zum Kommerzialrat.

  • Adresse & Kontakt: 
    Unterer Stadtplatz 39,
    3340 Waidhofen/Ybbs,
    07442/53110,
    konditorei@piaty.at ,
    www.piaty.at


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