Ernsthofen

Erstellt am 05. Juli 2016, 06:22

von Ingrid Vogl

Neue Pächter für Adeg gefunden. Nachdem der Ernsthofner Nahversorger mehr als ein Jahr geschlossen war, öffnet er Anfang Oktober wieder seine Pforten.

Ingrid und Gerald Fischer aus Schwertberg sind die neuen Pächter des Ernsthofner Adeg-Marktes. Sie werden Anfang Oktober eröffnen. Foto: Fuchs  |  Fuchs

In Ernsthofen hat man in den nächsten Monaten viel vor. Im Rahmen von Bürgermeister-Stammtischen möchte man ein nachhaltiges Ortsmarketingkonzept entwickeln, mit dem man den Lebens- und Wirtschaftsraum Ernsthofen gestalten und die Identität mit der Gemeinde stärken will.

Die Nahversorgertagung am vergangenen Freitag stellte die Auftaktveranstaltung dieser Bürgermeister-Stammtische dar. Und sie war gleich ein großer Erfolg.

Seit März 2015: Einkaufen in den Nachbarorten

„Es freut mich, dass Sie trotz der warmen Temperaturen so zahlreich erschienen sind, weil Sie damit ihr Interesse am Weiterbestehen des Nahversorgers bekunden und dazu einen Beitrag leisten wollen“, war Bürgermeister Karl Huber angetan von der Beteiligung seiner Bürger.

Seit März 2015 ist der Adeg-Markt im Ort nun geschlossen und seit dieser Zeit müssen die Bürger auf einen Nahversorger in der Gemeinde verzichten. Mehrere interessierte Pächter sprangen wieder ab und so steht der Markt bis heute leer.

Einkaufen müssen die Ernsthofner daher seit über einem Jahr in den Nachbargemeinden St. Valentin und Kronstorf. Von der Veranstaltung in der Volksschule versprach sich die Bevölkerung nun, endlich Klarheit über die aktuelle Entwicklung zu bekommen. Und die bekam sie auch.

Gestandene Händler, bisher unselbstständig tätig

Nach einer langen und schwierigen Suche konnte Walter Koller, als Vertreter von Adeg, Ingrid und Gerald Fischer aus Schwertberg als die neuen Pächter vorstellen. Erst am Tag vor dem Nahversorgerstammtisch hatten sie den Vertrag unterzeichnet. Beide sind gestandene Händler, die bisher unselbstständig tätig waren.

„Wenn ich sowieso 60 Stunden arbeiten muss, dann kann ich das auch für mich selber tun“, erklärte Gerald Fischer den Grund, warum er mit seiner Frau nun den Schritt in die Selbstständigkeit wagt. „Wir wollen beide davon leben und das soll verdeutlichen, wie ernst wir es meinen“, versicherte er der Ernsthofner Bevölkerung, dass man nicht – wie der letzte Pächter – vorhabe, nach 17 Monaten schon wieder zu schließen.

Im Oktober soll der Markt wieder eröffnen. Nähere Informationen gibt es in Ihrer aktuellen NÖN-Ausgabe!