Erstellt am 20. Mai 2016, 04:14

von Leopold Kogler

Eröffnung heute: Kunst in der Auslage. Ehemalige Geschäfte und Auslagen im Zentrum von Haag werden neu bespielt und sollen damit frische Impulse setzen.

Organisatorin Isabell Kneidinger vor einem der leeren Geschäftslokale, die im Rahmen des Viertelfestivals mit einem spannenden Projekt bespielt werden sollen. Foto: Kogler  |  NOEN, Kogler

Das Kunstprojekt „Laden/Hüter – Haag revisited“ sorgt schon im Vorfeld für rege Diskussion. Die im Rahmen des Viertelfestivals veranstaltete interdisziplinäre Aktion nimmt sich der leer stehenden Geschäfte und Auslagen an.

Diese Leerstände sind einerseits Zeugen der Abwanderung und der Veränderung sozialer und ökonomischer Strukturen. Genau diese Räume, die verwaist sind, bieten kreativen Ideen Platz. Zwei Monate lang werden die leer stehenden Räumlichkeiten zu kreativen Hotspots, die Impulse zu setzen vermögen und für Belebung sorgen sollen.

Kneidinger verweist auf die wunderbaren Gebäude

Isabell Kneidinger, eine von vier Aktivisten, hat sich viel vorgenommen und bereits umgesetzt. „Wenn immer weniger Läden im Ortskern existieren, dann fehlt die entsprechende Frequenz und das verändert dann natürlich auch das soziale Leben“, so Kneidinger, die auf die wunderbaren Gebäude hinweist. Mit den Architekten Connie Herzog und Gerfried Hinteregger sowie Thomas Weinberger wird der Versuch gestartet, darüber eine Diskussion anzuregen.

Besonderen Zuspruch erfährt etwa jetzt schon das Experiment „camera obscura“. Vor einem schwarz verhangenen Lokal versucht man einen Blick ins Innere zu erhaschen. Wichtig ist den Protagonisten die Einbindung der Bevölkerung. So werden in einer Ausstellung Gegenstände und Fotos aus privatem Fundus mit künstlerischen Arbeiten konfrontiert. Mit diesem einzigartigen Kunstprojekt soll ein Prozess eingeleitet werden, der auf das Aussterben der Ortskerne hinweist.

Feierlich eröffnet wird das Projekt am heutigen Freitag, 20. Mai, um 18.30 Uhr.