Erstellt am 01. Februar 2016, 05:48

von Sabine Hummer

Foto-Schätze gesucht. Marin Holzer will eine Heimatsammlung mit alten Fotos und Ansichtskarten erstellen und bittet um die Unterstützung der Bevölkerung.

Alte Fotos und Ansichtskarten aus Kürnberg möchte Martin Holzer zu einer Heimatsammlung zusammenfassen.  |  NOEN, Foto: Hummer

Schon seit einigen Jahren hat Martin Holzer eine besondere Leidenschaft: Er sammelt alte Fotos und Ansichtskarten seines Heimatortes. „Ich bin beim Durchstöbern von Familienfotos auf alte Aufnahmen von Kürnberg gestoßen. Das hat mich neugierig gemacht“, erzählt der Hobbyfotograf. Nach und nach hat er auch von anderen antike Abzüge bekommen und begonnen, im Internet nach diesen fotografischen Zeitzeugen und Ansichtskarten zu suchen.

„Ich hab einiges gefunden, sogar aus Deutschland. Mein bisher ältestes Foto stammt rund um die Jahrhundertwende. Auch Ansichtskarten aus dieser Zeit gibt es, denn mit der Eröffnung der Elisabethwarte im September 1900 dürfte auch ein gewisser Ausflugstourismus begonnen haben“, erklärt der Heimatforscher, der auch im Komitee für die Dorfhauseröffnung im Oktober mitarbeitet.

Eigene Ausstellung geplant

„Wir wollen im Dorfhaus eventuell eine kleine Ausstellung mit diesen alten Bild-Schätzen machen, dafür brauchen wir aber die Unterstützung der Bevölkerung“, lädt Martin Holzer alle Kürnberger ein, Dachböden, Keller und Schachteln nach alten Aufnahmen zu durchstöbern. Denn für dieses Projekt, das „Kürnberg anno dazumal“ genannt wird, sollen Fotos, Ansichtskarten und Dokumente aus früheren Zeiten gesammelt und digitalisiert werden. Gesucht sind verschiedenste Ansichten von Kürnberg sowie Bilder vom öffentlichen Leben, aus Pfarre, Schule und Vereinen.

„Da die Leute die Fotos verständlicherweise nicht gerne aus der Hand geben, komme ich in die Häuser und scanne und digitalisiere die Aufnahmen vor Ort“, erklärt Holzer. Wichtig sei auch, dass vor allem bei Gruppenbildern vielleicht der eine oder andere Name noch bekannt ist.

Denn seine Sammlung könnte für Kürnberg eine große Bereicherung sein. Wie diese gesammelten Schätze dann weiter verarbeitet werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Möglichkeiten gäbe es unzählige – vom Kalender bis zur Ortschronik.