Ernsthofen

Erstellt am 18. Oktober 2016, 06:03

von Ingrid Vogl

Ernsthofner pilgerte mit dem Bike nach Rom. Der Ernsthofner Franz Schwödiauer pilgerte mit dem Mountainbike von Innsbruck nach Rom und legte in zehn Tagen insgesamt 1.220 Kilometer und 16.000 Höhenmeter zurück.

Alle Wege führen nach Rom. Im unwegsamen Gelände musste Franz Schwödiauer sein Rad des Öfteren auch schieben oder tragen. Fotos: privat  |  privat

Radfahren ist seit 30 Jahren die große Leidenschaft des Franz Schwödiauer. Höhepunkt seiner Radsportkarriere war 2007 die Teilnahme am härtesten Mountainbikerennen der Welt, der Crocodile Trophy in Australien.

Vor wenigen Tagen kehrte der Ernsthofner von seinem nächsten großen Rad-Abenteuer nach Hause zurück. Diesmal hatte er kein Rennen in Angriff genommen, sondern eine Pilgerfahrt von Innsbruck über Padua und Assisi nach Rom.

16.000 Höhenmeter in zehn Tagen

1.220 Kilometer und 16.000 Höhenmeter wollte der 48-Jährige in zehn Tagen absolvieren, was ihm in 81 Stunden Fahrzeit auch gelang. Steile, felsige, verwurzelte und vermooste Waldpfade warteten dabei ebenso auf den Mostviertler wie unendlich scheinende Geraden oder Bergstraßen, die sich Kehre um Kehre nach oben winden.

Anderen Pilgern begegnete Schwödiauer auf seinem beschwerlichen Weg nach Rom kaum. „In den zehn Tagen habe ich auf der Strecke keine zehn Leute getroffen und Radfahrer war da schon gar keiner dabei“, genoss der Ernsthofner die Einsamkeit am aus vier Teilabschnitten bestehenden Pilgerweg.

Obwohl die Fahrt nach Rom kein Wettkampf war, hatte Schwödiauer in den zehn Tagen mit einigen Gegnern zu kämpfen: dem Wind, der Strecke und manchmal auch dem Durst und etwas Hunger. „Die Ungewissheit, wo ich abends nächtigen werde, war aber die größte Herausforderung, weil es Abschnitte gab, wo kaum Bevölkerung war“, schildert Schwödiauer.

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