Erstellt am 24. Mai 2016, 05:34

von Sabine Hummer

Gemeinde startet Umfrage. Gemeinderat Rinner fordert per Dringlichkeitsantrag den Umbau des ehemaligen Postamtes in betreubare Wohnungen. Gemeinde führt nun Bedarfserhebung durch.

Gemeinderat Josef Rinner würde den Umbau der leer stehenden Etage im ehemaligen Postgebäude zum betreubaren Wohnen forcieren.  |  NOEN, Gemeinde

Gleich zwei Dringlichkeitsanträge wurden in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch eingebracht, die aufgrund des Amtshaus-Umbaus im Kommunalzentrum abgehalten wurde.

Den Ersten stellte Bürgermeister Manfred Schimpl zum Abschluss eines Mietvertrags für eine Gemeindewohnung. Der zweite Dringlichkeitsantrag wurde – in Abwesenheit – von SPÖ-Gemeinderat Josef Rinner gestellt. Er fordert darin, den Bedarf eines betreubaren Wohnens festzustellen und die derzeit freistehende Etage im Haus Haidershofen 27 – das ehemalige Postamt – in betreubare Wohnungen umzubauen.

„Ich warne vor der Euphorie rund um betreubares oder betreutes Wohnen. Es handelt sich dabei um barrierefreie Wohnungen mit Betreuung, die man eh zahlen muss“, meinte Bürgermeister Manfred Schimpl im Zuge der Debatte. „Laut Erfahrungen, die in anderen Gemeinden gemacht wurden, herrscht diesbezüglich gar kein so großer Andrang. In Behamberg zum Beispiel ist das Projekt gestorben, weil es kaum Anmeldungen gab“, erklärte der Ortschef.

Auch in Haidershofen wurde diesbezüglich schon Vorarbeit geleistet. Bereits im Juli 2015 habe eine Besprechung mit der Wohnbaugenossenschaft Heimat Österreich zu diesem Thema stattgefunden, klärte Schimpl auf. Auch gebe es eine Vereinbarung mit der Pfarre Vestenthal, dass bei Bedarf im Kerngebiet ein Pfarr-Grundstück angekauft werden könne. „Damit sich das für die Heimat Österreich rechnet, brauchen wir mindestens zwischen acht und elf Wohnungen“, erklärte Schimpl.

Bedarfserhebung ist im Sommer geplant

Ebenfalls im Gespräch sei die Variante „Junges Wohnen“ mit kleinen Starterwohnungen. Um herauszufinden, wie der Bedarf sowohl in die Richtung Senioren, als auch in die Richtung Jugend aussieht, soll deshalb im Sommer eine Erstbefragung der Bevölkerung zu diesen Themen durchgeführt werden.

„Wenn diese Bedarfserhebung feststeht, werden wir die weiteren Schritte einleiten“, sagte Schimpl.