Erstellt am 13. Oktober 2016, 06:33

von Sabine Hummer

Strategieplan für „Mostviertel Ursprung“ beschlossen. Die Marke „Mostviertel Ursprung“ soll an Bekanntheit gewinnen. Die Landesausstellung 2018 in Enns soll auch Impulse für die Kleinregion bringen.

Die Vertreter der Kleinregion Mostviertel Ursprung wollen künftig vermehrt Gemeinde- und Bundeslandgrenzen überschreiten.  |  NOEN, NÖ Regional GmbH

In ihrem Treffen Ende September haben die Kleinregionsgemeinden ein gemeinsames Arbeitsprogramm beschlossen. Der „Kleinregionale Strategieplan 2016-2020“ soll die Marschrichtung der Zusammenarbeit für die kommenden Jahre vorgeben.

Marke „Mostviertel Ursprung“ soll an Bekanntheit gewinnen

Mehrere Diskussionsrunden und Workshops, die von der NÖ.Regional.GmbH moderiert wurden, gingen dem Beschluss voraus. „Wir haben uns überlegt, welche Projekte für uns in den nächsten Jahren wichtig sind“, erklärt Kleinregionssprecher Bürgermeister Karl Josef Stegh aus Behamberg. Ein großer Wunsch und Schwerpunkt sei dabei die Kooperation und bessere Vernetzung mit angrenzenden Gemeinden und Regionen Oberösterreichs gewesen. „Wir werden uns künftig einmal im Jahr mit den Bürgermeistern der oberösterreichischen Nachbargemeinden treffen und dabei gezielt Themen und Anliegen besprechen“, informiert Stegh.

Ein großer Schritt sei bereits mit der regionalen Lösung des Alarmierungsproblems bei Notrufen gelungen (die NÖN berichtete in der Vorwoche), aber auch in anderen Bereichen sei eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit gewünscht. „Oft stehen bei Problemen im Grenzbereich Landesgesetze einer Lösung im Weg. Regional können wir aber vielleicht dort und da doch etaws bewegen“, erklärt Stegh.

Aber auch die Marke „Mostviertel Ursprung“ soll an Bekanntheitsgrad zugewinnen. Bis 2020 wird deshalb auch auf den Bereich „Kleinregionale Identität und Marketing“ ein besonderes Augenmerk gelegt. Neben dem Aufbau einer eigenen Kleinregions-Website sollen auch regionale Produkte kreiert werden.

Ursprungs-Brot und Ursprungs-Getränk

„Wir wollen mit Produkten aus der Mostviertel Ursprung bewusst Zeichen setzen, um auf die Kleinregion aufmerksam zu machen. Angedacht sind zum Beispiel ein Ursprungs-Brot oder -Getränk“, berichtet der Kleinregionssprecher. Im Freizeit- und Naherholungsbereich wollen die Kleinregionsgemeinden ebenfalls Akzente setzen. „2018 findet die Landesausstellung in Enns statt. Als Grenzgemeinden sehen wir hier Potenzial, von dieser Großveranstaltung zu profitieren“, sagt Stegh.

Kulturelle und touristische Angebote der Kleinregion Mostviertel Ursprung könnten beworben werden. „Auch Packages sind geplant, mit Anregungen für die Landesschau-Besucher, wo man in unserer Region gut essen und übernachten kann und welche Ausflugsziele es gibt.“

Erfolgreiche Veranstaltungen wie das Kleinregionsfest oder das „MitRadeln sollen beibehalten werden. Verwaltungsabläufe möchte man verbessern.

„Mit dem Beschluss des Strategieplanes wird dieser nun auch beim Land eingereicht. Für einzelne Projekte können wir dann bereits im nächsten Jahr Fördergelder lukrieren“, wünscht sich Kleinregionssprecher Karl Josef Stegh, „dass wir möglichst viele Ziele erreichen.“