Haag

Erstellt am 26. Juli 2016, 04:57

von Hermann Knapp

Warnung vor Abzocke durch dubiosen Verlag. Bulgarischer Verlag versucht Firmen mit Verlängerung von Inseraten zu ködern. Wirtschaftskammer rät ausdrücklich davon ab.

Andreas Geierlehner, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer, warnt die Unternehmer vor dubiosen Angeboten eines bulgarischen Verlages.  |  NOEN, Archiv

Im Jänner (

) wurden Haager Unternehmen von einem bulgarischen Verlag angefragt, ob sie ihr Inserat am Stadtplan, den der Verein „Wir Haager“ vor drei Jahren herausgegeben hat, verlängern wollen. Wenn ja, sollten sie dies mit einem Fax-Formular schriftlich bestätigen. Zugleich hätten sie sich damit aber verpflichtet, 700 Euro zu bezahlen.

Schutzverband ist informiert, die Polizei ermittelt

Beim Stadtmarketing war man erzürnt und riet dringend ab. „Das Formular ist reine Bauernfängerei.“ Es dürfte auch keine Firma darauf hereingefallen sein. Der bulgarische Verlag gibt aber nicht auf. In den letzten Wochen haben nun auch Betriebe in anderen Gemeinden per E-Mail oder per Fax unseriöse Akquisitionen für Druckaufträge bekommen.

Das rief nun die Wirtschaftskammer auf den Plan, die alle Unternehmen eindringlich davor warnt, auf ein derartiges Offert einzugehen. „Denn die unbedachte firmenmäßige Fertigung des Auftrages kann unangenehme Folgen haben, da es für Unternehmer keine Rücktrittsrechte wie für Konsumenten gibt. Zahlungsaufforderungen durch einschreitende Anwälte von bis zu 2000 Euro sind keine Seltenheit“, sagt der Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Amstetten, Andreas Geierlehner.

Der Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb ist bereits informiert und in anderen Bezirken Niederösterreichs ermittelt auch schon die Polizei. „Wir raten den Firmen auch zu besonderer Information und Aufklärung der zeichnungsberechtigten Mitarbeiter. Es gilt nach wie vor der altbewährte Grundsatz: lesen, verstehen und erst dann unterschreiben“, betont Geierlehner.