Erstellt am 08. Dezember 2015, 06:58

von Sabine Hummer

Neues Gemeindeamt: Sinnbild für Moderne. Baumeister Erwin Hackl stellte der Bevölkerung und dem Gemeinderat die Detailpläne des künftigen Gemeindeamtes sowie der Tagesbetreuungsstätte für Kleinkinder vor.

Baumeister Helmut Tramberger und Baumeister Erwin Hackl erklärten die einzelnen Umbau- und Sanierungsschritte des in die Jahre gekommenen Amtshauses, in dem künftig auch eine Krabbelgruppe beherbergt wird.  |  NOEN, Hummer

In den vergangenen Jahren waren die Tische im Gasthaus Rohrauer eher spärlich besetzt, wenn der Gemeinderat zur öffentlichen Sitzung eingeladen hatte. Nicht so am vergangenen Dienstag.

Bürgermeister Manfred Schimpl freute sich, neben den vollzählig erschienenen Mandataren besonders viele Bürger bei der Jahresabschlusssitzung, die traditionell im Gasthaus abgehalten wird, begrüßen zu dürfen.

Grund für dieses große Interesse dürfte die Präsentation des Großprojektes Gemeindehausumbau und Errichtung einer Tagesbetreuungsstätte für Kleinkinder gewesen sein, bei der Baumeister Erwin Hackl und Bauleiter Helmut Tramberger die Detailpläne vorstellten und die Fragen von Gemeinderäten und Publikum beantworteten.

"Sind eine wachsende Gemeinde"

Wie bereits berichtet, wird das Gemeindeamt mit moderner Bürgerservicestelle künftig im Erdgeschoß des Gebäudes im Ortsteil Vestenthal eingerichtet. Die bisherige Kanzlei im Obergeschoß wird zum Trauungssaal umgestaltet, der große Sitzungssaal bleibt an Ort und Stelle, wird jedoch um ein nordseitiges Fenster bereichert und an moderne Anforderungen angepasst.

Im übrigen Bereich des Obergeschoßes sowie in einem ostseitigen Zubau wird die Kleinkindtagesbetreuung eingerichtet, wobei der Sozialraum von Gemeindebediensteten und Betreuerinnen gemeinsam genutzt wird. „Die Errichtung orientiert sich an den Anforderungen eines eingruppigen Kindergartens, sodass die Tagesbetreuung jederzeit in eine Kindergartengruppe umfunktioniert werden könnte, wobei ein baulicher Zusammenschluss zum angrenzenden Kindergarten möglich ist“, erklärte Baumeister Tramberger.

Die Dringlichkeit für die Einrichtung einer Betreuungsstätte für Kleinkinder sei massiv gegeben, erklärte Bürgermeister Schimpl. Derzeit seien die Kinder aus der Gemeinde in sechs Kindergärten untergebracht. „Wir sind eine wachsende Gemeinde und müssen auch in Zukunft alle Kinder unterbringen“, betonte Schimpl.

Sicherheit der Kinder wird erhöht

Der Bereich zwischen Kindergarten und Amtshaus wird verkehrsfrei gestaltet, was zu einer massiven Erhöhung der Sicherheit führt. Durch die Errichtung eines Steinaufwurfs parallel zur Bundesstraße werden zusätzliche Parkplätze geschaffen, sodass künftig siebzehn Stellflächen zur Verfügung stehen werden.

Ost- und westseitig wird die Installation einer Photovoltaikanlage mit Speicher angedacht, mit der auch eine Elektro-Tankstelle gespeist werden soll. Mit einer modernen Glasfassade im Untergeschoß soll das Gebäude ein „Sinnbild für ein modernes Gemeindeamt“ sein.

Durch die thermische Sanierung des Hauses und die Modernisierung der Haustechnik sowie die Installation einer Lüftungsanlage in der Tagesbetreuung sollten etwa 60 Prozent an Energie eingespart werden können“, erklärte das Planer-Team. Die Ausschreibung des Projektes sei derzeit in Vorbereitung, die Vergabe der einzelnen Gewerke soll im Jänner erfolgen.

Betreutes Wohnen an anderem Standort

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden die Pläne positiv kommentiert. Gemeinderat Josef Rinner bedauerte jedoch, dass das anfangs angedachte betreute Wohnen nicht möglich sei. „Das ginge an die Substanz der Fläche. Wir haben jedoch einen anderen Standort ins Auge gefasst. Eine Bedarfserhebung wird derzeit eingeleitet“, informierte der Bürgermeister.

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