Erstellt am 21. Januar 2016, 04:48

von Sabine Hummer

Hausbrunnen trocken: Grundwasserspiegel sinkt. Immer mehr Hausbrunnenbesitzer schließen an das Ortswassernetz an. Kapazitäten reichen noch aus.

Die Kapazitäten reichen aus, um die St. Peterer Bürger mit Trinkwasser zu versorgen, beruhigen Bürgermeister Johannes Heuras und Wasserwart Franz Brenn. Foto: Sabine Hummer  |  NOEN, Sabine Hummer
Die Gemeindearbeiter rund um Wasserwart Franz Brenn sind in den letzten Wochen vor allem in einer Mission unterwegs: „Wir haben siebzehn Häuser und die private Wassergenossenschaft Voralpensiedlung an das Ortswassernetz angeschlossen“, erzählt Brenn.

Grundwasserspiegel um bis zu 90 Zentimeter gesunken

Grund dafür ist, dass immer mehr der rund 200 Hausbrunnen im Marktgebiet aufschnappen. „Vor allem jene, die nicht so tief sind, sind am Limit und hatten bereits im Vorjahr große Probleme“, erklärt Bürgermeister Johannes Heuras.

Wie man aus Messungen wisse, liege St. Peter auf einem einheitlichen Grundwasserspiegel. Und dieser sei seit Feburar 2015 aufgrund der Trockenheit kontinuierlich um bis zu 90 Zentimeter gesunken. „Und er sinkt leider noch immer weiter“, weiß Wasserwart Brenn aus den laufenden Aufzeichnungen.

Mit dem Bau des Burgholzbrunnen – wie in St. Peter vielfach gemunkelt wird – habe diese Misere aber nichts zu tun, wird seitens der Gemeinde betont.

„Bevor der Burgholzbrunnen gebaut wurde, wurde das ganze Gebiet ausnivelliert. Bei Probe-Pumpungen wurde die Entnahmemenge festgelegt. Sie ist so festgesetzt, dass bestehende Wasserrechte nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Pumpen in der Wasserversorgungsanlage sind auf das bewilligte Maß ausgelegt und können gar nicht mehr fördern“, informiert Franz Brenn.

432 Kubikmeter Trinkwasser dürfen demnach aus dem Brunnen im Burgholz täglich entnommen werden, derzeit liegt der Gesamtverbrauch zwischen 260 und 300 Kubik.

„Unser Ortswassernetz wird zu zwei Dritteln aus dem Burgholzbrunnen und zu einem Drittel aus der Quelle in der Teichstraße gespeist. Hier können zusätzlich täglich zirka 200 Kubikmeter entnommen werden. Wir haben also Kapazitäten von rund 600 Kubik, die wir aktuell nur zu 50 Prozent ausreizen. Auch bei weiterem Sinken des Grundwasserniveaus reichen unsere Reserven aus“, beruhigt Heuras. Auch in den nächsten Wochen sind zahlreiche Häuser zum Anschluss an das Ortsnetz angemeldet.