Erstellt am 09. Februar 2016, 03:23

von Leopold Kogler

Im Netz der Korruption. Die Aufführung der Komödie „Gute Geschäfte“ im Theaterkeller Haag findet beim Publikum rauschenden Beifall. Dem Theaterteam ist wieder ein Volltreffer gelungen.

Die Komödie ist eine Satire auf Täter und Opfer und wird von den Schauspielern grandios gespielt.  |  NOEN, Fuchs

So deftig wie vergnüglich präsentiert sich die frische Komödienproduktion „Gute Geschäfte“ von Hans Schubert im Haager Theaterkeller. In einer flotten und ideenreichen Inszenierung von Daniel Pascal, der hier zum elften Mal in Folge Regie führt, entflicht sich ein Netz aus Verfehlungen und Verwirrungen in einer Süßwarenfirma.

Es ist eine Freude, die Geschichte eines kleinen Buchhalters, der sich „über seine Verhältnisse“ verliebt, und Geld für Luxusreisen und teure Kleidung aus der Firmenkasse entwendet, mitzuerleben. So richtig in Fahrt kommt die Komödie, als der Buchhalter Gottlieb Huber seine Verfehlungen beichtet. Da steht plötzlich ein Gewissenskonflikt im Raum und rasch bröckelt das gar nicht so solide System.

Die Komödie ist eine durch Realitätsnähe wirksame Satire auf Täter und Opfer. Bei der Inszenierung fehlt nie der Biss und so mancher eingeflochtene Sager sorgt für feine Ironie. Besonders erwähnenswert die Kostümschlacht und das gestylte Bühnenbild.

Die Darsteller kommen mit der Korruptionskomödie samt ihren lustig gemeinten Musiksequenzen zurecht. Gut gelingt das Übertreiben Bernhard Oppl als Gottlieb Huber, sowie Josef Forster und Michael Kuttnig als Firmenchefs von Winkler & Stumpf und Michael Zintl-Reburg als Kommerzialrat Gentner. Facettenreich spielt das Männerquartett und hat zahlreiche Lacher auf seiner Seite, was der Thematik Leichtigkeit verleiht.

Als eine kongeniale Partnerin erweist sich Irmi Gruber als Fräulein Müller-Grausicht. Katharina Bolliger meistert die Rolle als Marie-Theres, der zu verheiratenden Tochter von Gentner. Karl Baumgartner ist ein feiner Diener. Wieder ist dem Team um Ingrid Buchner ein Volltreffer gelungen.