Erstellt am 29. Februar 2016, 10:02

von NÖN Redaktion

Im Suff Beamten gerammt. Ein betrunkener Steinakirchner flüchtete vor Kontrolle und stieß dabei einen Polizisten nieder. Daraufhin kam es zu wilder Verfolgungsjagd durch Amstetten und Ferschnitz.

 |  NOEN, Symbolbild
Ein 37-jähriger Steinakirchner lieferte sich in der Nacht von Freitag auf Samstag eine wilde Verfolgungsjagd mit Polizeibeamten. Diese hatten sich aufgrund eines angeordneten Planquadrats im Kreisverkehr beim CCA-Parkhaus positioniert.

Sie gaben dem aus Richtung Stadt herankommenden Audi Quattro klare Anhaltezeichen. Der Lenker verlangsamte zuerst auch das Tempo, doch dann gab er plötzlich Gas. Der Beamte, der auf der Straße stand, sprang zur Seite, wurde aber vom Fahrzeug dennoch am rechten Knie erfasst. Mit der Hand stemmte sich der Polizist gegen die Windschutzscheibe und stieß sich so aus dem Gefahrenbereich. Er erlitt Verletzungen unbestimmten Grades am Knie. Dennoch nahm er mit seinem Kollegen die Verfolgung des Verkehrsrowdys auf.

Wilde Verfolgungsjagd

Durch die Waidhofner Straße führte die wilde Jagd Richtung Umfahrung und mit bis zu 180 km/h auf der B1 hinunter bis zum Kreisverkehr Kralowetz. Dort raste der Audi Richtung Ferschnitz weiter und mit teilweise Tempo 130 durchs Ortsgebiet. Dann ging es weiter nach Senftenegg und von dort in Richtung Steinakirchen. Auf einer Steigung gelang es dem Flüchtenden, die Polizei abzuschütteln.

Doch die Beamten ließen nicht locker. Es wurde umgehend eine Fahndung eingeleitet. Und durch umfassende Recherchen konnte die Exekutve den Lenker schließlich ausfindig machen. Er und sein Beifahrer hatten nämlich das Auto im Gemeindegebiet von Ferschnitz stehengelassen und sich offenbar von einem Taxi zum Wohnhaus des Letzteren nach Neufurth bringen lassen.

Als Polizisten an der Haustür anläuteten, meldete sich niemand. Doch als die herbeigerufene Feuerwehr Ulmerfeld die Tür öffnete, trafen die Beamten den Fahrer und den Beifahrer in der Wohnung an. Beide Männer waren schwerst alkoholisiert.

Heftiges "Black Out"

Der Lenker gab an, dass er zwar bemerkte, dass ihn Beamte kontrollieren wollten, will aber nicht bemerkt haben, dass er einen Polizisten angefahren hatte. Überhaupt schien er aufgrund seiner starken Alkoholisierung schwere Erinnerungslücken zu haben.

Der Mann wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und im Stich lassen eines Verletzten angezeigt. Der Führerschein wurde dem Steinakirchner natürlich abgenommen.
Der verletzte Beamte ist im Krankenstand. Er erlitt eine Verletzung am rechten Knie, Abschürfungen unterhalb des Knies und eine Handprellung.