Erstellt am 30. März 2016, 04:34

von Daniela Führer

Keine Spur zu Bankräuber. Ein Bankräuber suchte am Freitagvormittag die Ferschnitzer Raiffeisenbank heim. Er bedrohte zwei Mitarbeiter mit einer Pistole und flüchtete mit der Beute zu Fuß.

Der Bankräuber trug ein schwarzes Tuch vor dem Gesicht und hatte die Kapuze einer schwarzen Kapuzenjacke tief ins Gesicht gezogen. Er forderte mit den Worten »Schnell, schnell, Geld!« die Herausgabe von Bargeld.  |  NOEN, LPD NÖ
Am Karfreitag gegen 9.20 Uhr vormittags stürmte ein maskierter Täter in die Raiffeisenbankstelle in Ferschnitz. Er bedrohte eine Bankangestellte mit einer schwarzen Pistole, legte eine rote Einkaufstasche auf das Pult und forderte von ihr mit den Worten „Schnell, schnell, Geld!“ die Herausgabe von Bargeld. Die Überfallene händigte dem Täter einen Bargeldbetrag in nicht genannter Höhe aus.

Während des Überfalles ging ein zweiter Bankangestellter aus seinem Büro in Richtung Schalterraum. Der Bankräuber bedrohte ihn sogleich mit seiner Waffe und dirigierte ihn damit zurück in sein Büro. Dann schnappte er sich seine Beute und flüchtete zu Fuß in unbekannte Richtung. Die beiden Bankmitarbeiter blieben bei dem Überfall unverletzt.

Der Direktor der Raiffeisenbank Region Eisenwurzen, Leopold Grubhofer, ist froh, dass den Mitarbeitern nichts passiert ist: „Das ist das Wichtigste, dass niemand verletzt wurde.“ Angesprochen auf die Höhe der Beute, winkt er ab: „Dazu darf und werde ich nichts sagen.“

Der erste Überfall auf Ferschnitzer Bankstelle

Die Polizei fahndete noch Stunden nach dem Überfall intensiv nach dem Bankräuber. Ein Polizeihubschrauber kreiste um Ferschnitz, außerdem stand ein Großaufgebot an Polizei- und Cobra-Beamten im Einsatz, kontrollierte Fahrzeuge von Ferschnitz kommend – bislang aber ohne Erfolg. Der Täter blieb bis dato flüchtig.

Es war übrigens der erste Banküberfall auf die Raiffeisenbankstelle Ferschnitz überhaupt. Überrascht zeigten sich demnach auch die Ferschnitzer selbst, liegt die örtliche Raiffeisenbank doch sehr zentral am belebten Marktplatz, umgeben von Gemeindeamt, Kindergarten, Pfarramt, Frisör oder Schuhmacher.

Auch am Gemeindeamt, das genau über der Raiffeisenbank liegt, hat man vom Überfall nichts mitbekommen, berichtet Bürgermeister Michael Hülmbauer. Er war selbst am Vormittag in der Amtsstube und machte sich sogar just zum Tatzeitpunkt auf den Weg in die Bank – wurde dann aber zufällig noch von einem Besucher aufgehalten.

Ein Zusammenhang zum Überfall auf die Raiffeisenbank St. Martin am 7. Dezember – der Täter flüchtete damals ebenfalls zu Fuß – wird laut Bankdirektor Grubhofer aufgrund der Fotos aus der Überwachungskamera eher ausgeschlossen.

Sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters werden an das Landeskriminalamt NÖ unter ( 059133-30-3333 erbeten.

NÖN.at hatte am Karfreitag berichtet: