Erstellt am 15. März 2016, 04:19

von Heribert Hudler

Kommandowechsel bei Miliz. Im Zuge der Übung „Schutz16-NÖ“ wurde am 7. März das Jägerbataillon NÖ an seinen neuen Kommandanten Oberstleutnant Hermann Bracher übergeben.

Nach der Kommandoübergabe: Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka, Oberst Bernd Kranister, Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, Oberstleutnant Hermann Bracher und NÖ Militärkommandant Brigadier Rudolf Striedinger.Heribert Hudler  |  NOEN

In der Ostarrichi-Kaserne fand in Anwesenheit von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka die feierliche Kommandoübergabe des Miliz-Jägerbataillons Niederösterreich von Oberst Bernd Kranister an Oberstleutnant Hermann Bracher statt.

Militärkommandant Brigadier Rudolf Striedinger dankte Kranister, für seine „fürsorgliche und umsichtige Kommandoführung“ und wünschte gleichzeitig dem neuen Kommandanten viel Glück bei seiner neuen Aufgabe.

Minister will mehr Frauen beim Heer sehen

Doskozil betonte in seiner Ansprache, dass es angesichts der Flüchtlingskrise notwendig sei, das Bundesheer neu aufzustellen und dafür brauche es auch mehr Geld. Der Verteidigungsminister will künftig auch mehr Frauen beim Heer sehen. Über den Fortbestand der Radetzky-Kaserne in Horn, der derzeit heftig diskutiert wird, soll in spätestens zwei Monaten entschieden werden. Doskozil lässt sich da alle Optionen offen.

Der neue Kommandant, Oberstleutnant Hermann Bracher, forderte für die Milizbataillone nicht nur mehr Geld, sondern auch eine bessere Regelung für die berufliche Dienstfreistellung der Milizsoldaten.

Das Jägerbataillon NÖ hat eine Truppenstärke von 715 Soldaten und besteht überwiegend aus Milizsoldaten. Es gliedert sich in ein Bataillonskommando, eine Stabskompanie und drei Jägerkompanien. Als Teil der österreichischen Miliz übt das Jägerbataillon für mögliche Einsätze im Rahmen von Assistenz- und Schutzoperationen.

Milizsoldaten sind Frauen und Männer, die ihren Ausbildungs- bzw. Grundwehrdienst abgeleistet haben, aber weiterhin freiwillig als Soldaten beim Bundesheer dienen - als Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere, vom einfachen Schützen bis hin zum Kommandanten.

Als Wehrpflichtige des Milizstandes gehen sie in erster Linie ihrem privaten Beruf und Alltag nach. Durch ihr militärisches Engagement abseits von Berufs- und Privatleben tragen sie aber wesentlich zur Verankerung der Streitkräfte in der Gesellschaft bei.

NÖN.at hatte über die Objekt16-Übung berichtet: