Erstellt am 12. April 2016, 05:04

von Hermann Knapp

Bezirk bleibt Macht im Land. Hermann Knapp über Sobotkas Wechsel und was er für den Bezirk bedeutet.

Knalleffekt am Wochenende: Wolfgang Sobotka wechselt in die Bundesregierung. Als Innenminister muss er sich künftig der schwierigen Flüchtlingsfrage annehmen.

Dass der Waidhofner das Zeug dazu hat, zweifeln seine politischen Wegbegleiter im Bezirk nicht an. Er hat ja schon in der Landespolitik Durchhaltevermögen und auch den nötigen Grad an Härte bewiesen, den es braucht um in schwierigen Situationen (Kritik an der Wohnbaugelder-Veranlagung) bestehen zu können.

Für den Bezirk ist es schade, dass ihm der Finanzlandesrat abhandenkommt. Denn auch wenn er das ganze Bundesland im Auge haben musste, schlug Sobotkas Herz natürlich für die Region und der direkte Kontakt, den viele Bürgermeister zu ihm hatten, war sicher kein Nachteil.

Aber mit zwei (wenn man Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner mitrechnet, sogar drei) VP-Abgeordneten ist das Mostviertel im Land ja noch immer eine Macht. Und wenn Johanna Mikl-Leitner Erwin Pröll beerbt, werden bestimmt Regierungsfunktionen neu besetzt. Warum nicht mit einer Personalreserve aus dem Bezirk?