Erstellt am 12. Januar 2016, 03:58

von Ingrid Vogl

Das Ende der Wikingerzeit. Ingrid Vogl über schwierige Zeiten in der Gastronomie.

Registrierkassenpflicht, Rauchverbot, Allergen-Kennzeichnung, Umbaumaßnahmen für Barrierefreiheit ... Es sind viele Auflagen, mit denen sich die heimischen Wirte derzeit herumschlagen müssen. Dass sie damit keine Freude haben, ist kein Geheimnis. Dass kleine Betriebe das Handtuch werfen, weil die notwendigen Ausgaben in keiner Relation zu den Einnahmen stehen, ist auch nichts Neues mehr.

Die schwierige Situation in der Gastronomie hat nun auch im Bezirk ein prominentes Opfer gefordert. Die Wikinger-Tanzbar in Ernsthofen schließt Ende Jänner ihre Pforten. Fehlendes Personal ist einer der Gründe für das Aus, das um ein Jahr früher kommt als ursprünglich geplant.

Auch für die Wohnanlage, die nach dem Abriss der Wikinger-Bar entstehen wird, wurde die Idee eines integrierten kleinen Gastronomiebetriebes wieder verworfen. Warum? Weil den Betrieb niemand übernehmen möchte. Ein deutliches Signal dafür, dass die Gastronomen an ihrer Schmerzgrenze angelangt sind. Und dass viele nicht mehr bereit sind, diese Grenze auch zu überschreiten.

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