Erstellt am 26. April 2016, 04:04

von Daniel Hartl

Die Zeichen der Zeit erkannt?. Daniel Hartl über Günter Zachs Rücktritt in St. Peter.

17 Punkte aus 21 Spielen lautet die magere Ausbeute des UFC St. Peter/Au in der diesjährigen Landesliga-Spielzeit. Ein Schnitt, der angesichts des durchaus vorhandenen Potenzials mehr als zu wünschen übrig lässt. Dies sah auch Günter Zach, seines Zeichens bisheriger Cheftrainer des UFC, so.

Nach dem bitteren 1:8-Debakel in Retz entschied er sich, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Zeitmangel aufgrund beruflicher Verpflichtungen gepaart mit den nicht realisierten eigenen Ansprüchen bewegten Zach zu seiner letzten Handlung als Cheftrainer. Er trug die Konsequenzen für den ausgebliebenen Erfolg und sorgte mit seinem Rücktritt für eine noble Geste.

Diese ist dem Trainer überdurchschnittlich hoch anzurechnen, zumal Zach ein sehr freundschaftliches Verhältnis zur Vereinsspitze des UFC unterhält. Der Verein selbst bestätigte nämlich, nicht vorgehabt zu haben, den Cheftrainer trotz des Läutens der sportlichen Alarmglocken vor die Tür zu setzen. St. Peter hätte, aus welchen Gründen auch immer, an Zach festgehalten.

Mit seinem Rückzug blieb sich der Übungsleiter also nicht nur selbst treu, sondern bewahrt den hinterherhinkenden UFC St. Peter/Au möglicherweise auch vor einer möglichen Bruchlandung in sportlicher Hinsicht.