Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:13

von Daniela Führer

Es gelingt nur gemeinsam. Daniela Schlemmer über eine gespaltene Gesellschaft.

Es gibt Menschen, die streben nach Neuem, nach Veränderungen. Der Seitenstettner Paul Niel ist dafür ein Paradebeispiel. Dann gibt es aber auch Leute, denen ist genau das ganz und gar nicht geheuer. Sie halten sich lieber an Gewohntem fest, das gibt ihnen Sicherheit. 

So mag Paul Niels Erstbesteigung eines 6.000ers in Osttibet für die einen wie ein Traum klingen, für die anderen wiederum ist die Vorstellung Albtraum pur.

Doch man muss gar nicht an unentdeckte Gipfel denken. Ein einfacher Blick in die eigene Familie reicht oft, und man sieht, wie sehr die Gesellschaft gespalten ist – zwischen Menschen, die Veränderungen begrüßen und jenen, die diese nicht wollen. Die Flüchtlingsfrage wirft diesen Riss in der Gesellschaft seit Monaten auf.

Klar muss dabei stets sein: Wie Paul Niel ein Team benötigte, braucht es im Umgang mit Flüchtlingen auch die ganze Gesellschaft, um ein Ziel, das über allem steht, erreichen zu können: das Leben in Frieden. Streit und Missgunst gegenüber Menschen, die Schutz suchen, sind nicht der richtige Weg.