Erstellt am 05. April 2016, 05:04

von Ingrid Vogl

Unnötig und unangebracht. Ingrid Vogl über das von der FPÖ geforderte Burkini-Verbot.

Sie wissen nicht, was ein Burkini ist? Dann sind Sie in unseren Breiten in bester Gesellschaft, denn die Badebekleidung für muslimische Frauen haben im Mostviertel wahrscheinlich noch nicht sehr viele aus nächster Nähe gesehen. Trotzdem forderten die St. Valentiner Freiheitlichen im Gemeinderat ein Verbot dieses Kleidungsstückes und setzten damit eine Diskussion in Gang, für die es eigentlich keinen Anlass gibt.

Das Argument, dass Burkinis, wie von der FPÖ behauptet, aus hygienischen Gründen gegen die Badeordnung verstoßen und die Gesundheit der anderen Badegäste gefährden, ist mit Sicherheit nicht haltbar. Dass Muslime in die heimischen Bäder strömen werden, ist ebenso unwahrscheinlich.

Zum einen deshalb, weil viele Syrer zum Beispiel gar nicht schwimmen können. Zum anderen, weil Muslime beim Schwimmen gerne unter sich sind und das im öffentlichen Freibad nur schwer machbar ist.

Wozu dann dieser Dringlichkeitsantrag? Erreicht haben die Freiheitlichen damit zum Glück ohnehin nur eines: Viel Lärm um nichts.