Erstellt am 18. Mai 2016, 04:24

von Ingrid Vogl

Zweckehe oder Liebesheirat?. Ingrid Vogl über Gerüchte einer möglichen Kooperation von hotVolleys und VCA.

Die hotVolleys und Amstetten – das ist eine ganz besondere Geschichte. Prozesse vor dem Arbeitsgericht zwischen dem ehemaligen hotVolleys-Manager und dem jetzigen VCA-Sportdirektor sorgten ebenso für böses Blut wie der verbale Ausrutscher des Ex-hotVolleys-Managers, der den damaligen VCA-Obmann im Beisein des Am-stettner Bürgermeisters ohne wirklichen Anlass öffentlich beschimpfte.

Und gerade diese beiden Vereine sollen Gerüchten zufolge nun zusammengefunden haben und für die neue Saison eine Spielgemeinschaft gründen? Auf den ersten Blick eigentlich undenkbar. Auf den zweiten Blick aber gar nicht mehr ganz so abwegig, denn in Amstetten möchte man jungen Österreichern eine Chance geben und so weit wie möglich auf Legionäre verzichten. Kooperiert man mit den hotVolleys, dann spart man sich die anfallenden Ausbildungskosten bei der Verpflichtung eines Akademiespielers.

Und der Akademie kommt bei einer möglichen Kooperation sowieso eine wesentliche Rolle zu. VCA-Sportdirektor Micha Henschke hat sie gegründet und möchte sie nicht sterben sehen. Mit einer Spielgemeinschaft, die den hotVolleys den notwendigen AVL-Platz beschert, wäre dies gewährleistet. Liebesheirat wäre das zwar keine, aber auch eine Zweckehe kann manchmal Sinn machen.