Amstetten , St. Valentin

Erstellt am 30. Januar 2018, 03:08

von NÖN Redaktion

Wahlsplitter aus dem Bezirk Amstetten.

Peter Bachler bei seiner Protestaktion am Hauptplatz.  |  NOEN

Protestaktion sorgte für Aufruhr im Netz

AMSTETTEN Der Maler Peter Bachler übermalte am Mittwoch der Vorwoche am Amstettner Hauptplatz ein Plakat von FP-Kandidat Udo Landbauer, aus Protest dagegen, dass dieser trotz der Nazi-Liederbuch-Affäre nicht zurücktrat (wir hatten berichtet, siehe weiter unten). „Wir dürfen da nicht zusehen.“ Der NÖN-Online-Artikel sorgte im Netz daraufhin für einen Shit-Storm gegen Bachler.

Von „Wertloser Mens...“ (Bernhard Ehebruster) über „dem gehört eine ihn seine fresse---der sozialfall“ (Hebert Wierstorff) bis hin zu „Des is die reine Panik, weil diesen ganzen pseudokünstleroaschlöchern endlich der Subventionsgeldhahn zugedreht wird!!!“ (Wolfgang Amon), lauteten die Kommentare (Kopien vorhanden). Bachler war sich natürlich dessen bewusst, dass er vonseiten der FPÖ eine Anzeige wegen Sachbeschädigung zu erwarten hat. „Aber jemand muss ja einmal ein öffentliches Zeichen setzen.“

Anzeige wegen illegaler Werbung

ST. VALENTIN Per Internet meldete ein Bürger am Wahlsonntag ein Vergehen von illegaler Wahlwerbung in der NÖN-Redaktion. Vor dem Wahllokal in St. Valentin-Schubertviertel hätten am Wahlmorgen in Eingangsnähe des Wahllokals zwei mit SPÖ- beziehungsweise FPÖ-Wahlwerbung beklebte Autos geparkt – direkt im Zentrum der Verbotszone, in der keine Wahlwerbung erlaubt ist.

„Ich habe das um 9 Uhr bei der Polizeidienststelle angezeigt und um 9.05 Uhr der Wahlkommission, beziehungsweise direkt dem Wahlleiter bekannt gegeben“, berichtet der Bürger. Um 12.20 Uhr sei das FPÖ-Fahrzeug noch immer am gleichen Platz abgestellt gewesen. Schon bei der Nationalratswahl sei ihm dieses Fehlverhalten aufgefallen und er habe es zur Anzeige gebracht.

„Also entweder handelt die Polizei nicht oder der FPÖ-Funktionär kennt das Wahlrecht nicht (obwohl er wahrscheinlich Wahlbeisitzer ist, wieso ist sonst das Fahrzeug dort geparkt), oder er handelt vorsätzlich und wiederholt gegen das Wahlrecht! Und das, wo sich doch die FPÖ so über das NÖ-Wahlrecht aufgeregt hat“, echauffiert er sich. „Eine Anzeige liegt bei uns nicht vor, weil es sich hier nicht um ein strafrechtliches Delikt handelt“, heißt es seitens der Polizeidienststelle St. Valentin. Solche Vergehen seien dem Wahlleiter zu melden, der dann bei der Landesregierung Anzeige erstatten könne.

Frühschicht wurde mit Plus belohnt

ST. VALENTIN SPÖ-Spitzenkandidatin Kerstin Suchan-Mayr gab im Wahlkampf alles. Am Samstag stand sie schon um 5.17 Uhr früh am St. Valentiner Bahnhof und wartete – voll bepackt mit Wahlwerbung und Frühstückskipferln – auf den Skisonderzug nach Zell/See, den sie auch bestieg und erst in Wels wieder verließ.