Erstellt am 20. Mai 2016, 04:34

von Sabine Hummer

Lösung für Wassernot in Kürnberg in Sicht. Katastralgemeinde Kürnberg könnte bald an das Wasserversorgungsnetz der Gemeinde Behamberg anschließen.

Bürgermeister Karl Stegh informierte die Mandatare über die Anbindung an die Wasserleitung. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Eigentlich sollte die Gemeinde Behamberg bereits mit Hochdruck an der Sanierung des Hochbehälters Hoferkogel arbeiten, der unter anderem auch die Haidershofner Katastralgemeinde Sträußl mit Trinkwasser versorgt. Wie Bürgermeister Karl Josef Stegh am Mittwoch dem Gemeinderat berichtete, wurde dieses Vorhaben aber vorerst gestoppt.

„Haben alle Möglichkeiten ausgelotet“

„Grund sind die Probleme mit der Wasserversorgung in Kürnberg. Laut neuesten Untersuchungen und Berechnungen der Gemeinde St. Peter stellt die Anbindung der Katastralgemeinde Kürnberg an unser Wassernetz die beste Variante dar“, informierte der Behamberger Ortschef die versammelten Mandatare.

Das bestätigt auch St. Peters Bürgermeister Johannes Heuras im NÖN-Gespräch. „Wir haben alle Möglichkeiten, das Kürnberger Trinkwasserproblem zu lösen, ausgelotet. Es stimmt, dass wir von den Varianten Probebohrung und Quellfassung in Kürnberg nun stark in Richtung Behamberg tendieren, weil diese Möglichkeit die zukunftsträchtigste ist“, ist Heuras „gefühlsmäßig überzeugt, dass das eine sehr gute Lösung wäre“.

„Müssen eine nachhaltige Lösung finden“

Dafür spricht: Die Distanz vom Kürnberger Brunnen bis zum Hoferkogel beträgt kaum vier Kilometer und die Behamberger Wasserversorgungsanlage wird auch von den EVN-Brunnen in Haidershofen gespeist – einem schier unerschöpflichen Wasserreservoir. Somit könnte auch ein Anstieg des Trinkwasserbedarfs in Kürnberg auf Jahrzehnte problemlos bewältigt werden.

„Den Bedarf vor allem im Hochsommer abzudecken, damit wir nicht mehr auf dem Trockenen sitzen, ist die erste Prämisse. Wir müssen aber auch eine nachhaltige Lösung finden“, sagt Heuras. Die Ziviltechniker arbeiten jetzt an einem Konzept und sie sollen auch eine Kostenschätzung auf den Tisch legen. „Erst wenn klar ist, was so ein Projekt kostet, können wir entscheiden“, sagt der Bürgermeister.

Von Behamberger Seite her ist man bereit, dem Nachbarn unter die Arme zu greifen. „Trinkwasser darf nicht auf eine Gemeinde beschränkt sein. Wir helfen gerne, wenn St. Peter das wünscht“, sagt Bürgermeister Stegh.