Erstellt am 05. November 2015, 05:02

von Daniela Rittmannsberger

Münze für Präsidenten. Vor vier Jahren gewann Christian Kopf aus Ertl mit seinem Entwurf einer Niederösterreich-Münze. Vergangene Woche überreichte er eine Münze an Heinz Fischer.

Christian Kopf aus Ertl überreichte »seine« Münze an Bundespräsident Heinz Fischer und seine Frau Margit, die die Sonderprägung genau unter die Lupe nahmen.  |  NOEN, Foto: privat

„Sein Niederösterreich“ begeisterte 2011 die Münze Österreich AG: Christian Kopf aus Ertl nahm damals in der Schule an einem Zeichenwettbewerb für eine Münze teil, die das Bundesland verkörpern sollte, und gewann. Der damals Zehnjährige setzte sich gegen mehr als 2.000 Schüler durch und begeisterte mit seiner präzisen Zeichnung der vier Vierteln.

Vier Jahre sind mittlerweile vergangen und der heute 14-Jährige hat inzwischen einiges erlebt. Als Hauptgewinn wurde damals die ganze Klasse der Ertler Volksschule zu einer Führung in die Münze Österreich geladen. 2013 war es dann endlich soweit und eine Zehn-Euro-Sondermünze wurde mit dem Entwurf von Christian geprägt und ist seither zu erwerben. Mit der Prägung der Münze wurden auch die Medien auf Christian aufmerksam, es folgten Besuche bei Radio Niederösterreich und zuvor bei der ORF-Kindersendung „Hallo okidoki“.

Zurzeit läuft wieder ein neuer Bewerb, um die schönsten Entwürfe für die Münzen der Bundesländer zu suchen. Als Abschluss wurden die „alten“ Gewinner am Nationalfeiertag in die Hofburg eingeladen, wo sie Bundespräsident Heinz Fischer persönlich eine Münze von jedem Bundesland überreichten. Christian freute sich auf die Hofburg: „Ich war noch nie drinnen und bin schon sehr gespannt.“
Der Besuch beim Staatsoberhaupt sei sehr schön und ein einmaliges Erlebnis gewesen, erzählt der Ertler. Das Zeichnen selbst habe ihm Spaß gemacht, als er noch jünger war, mittlerweile steht der Mittelschüler lieber am Fußballfeld.

Die Zeit nach seinem Sieg behält er aber in schöner Erinnerung. Auch seine Mama Margarete erinnert sich noch gut an den Tag, als er ihr von seinem Sieg berichtete. „Ich weiß noch genau, wie er von der Schule nach Hause kam und voller Freude sagte: „Mama, Mama, ich habe gewonnen. Das war schon einmalig.“