Erstellt am 17. November 2015, 01:08

von Ingrid Vogl

Nahversorger: Noch immer auf der Suche. Zwei potenzielle neue Betreiber für den seit Ende März geschlossenen ADEG-Markt sprangen wieder ab. Die Entscheidung, wie es weitergeht, soll noch heuer fallen.

Der ADEG-Markt in Ernsthofen ist seit Ende März geschlossen und sollte eigentlich im Herbst mit neuem Betreiber und verkleinerter Verkaufsfläche wieder öffnen. Nachdem in den letzten Monaten zwei Interessenten wieder absprangen, hofft Bürgermeister Karl Huber nun, dass bis Jahresende ein neuer Betreiber gefunden werden kann. Foto: Vogl  |  NOEN, Ingrid Vogl
Die Suche nach einem neuen Betreiber für den ADEG-Markt in Ernsthofen gestaltet sich schwierig und dauert nun schon Monate an. Eigentlich wollte man das Geschäft nach der Insolvenz im März im Herbst mit verkleinerter Verkaufsfläche wieder aufsperren, aber es fehlt nach wie vor ein Betreiber.

„Es gab zwei konkrete Familien, die Interesse gezeigt haben. Sie haben sich dann aber letztendlich nicht drübergetraut“, erklärt Bürgermeister Karl Huber.

Ortschef: „Werde täglich mit Thema konfrontiert“

ADEG ist trotzdem weiterhin bemüht, für den Standort Ernsthofen einen Unternehmer zu finden und hat für die Suche auch eine Werbekampagne gestartet. Außerdem möchte man dem zukünftigen Betreiber bei der Miete und mit Finanzierungsvorschüssen entgegenkommen.

Denn eines ist klar: Wenn es in Ernsthofen einen Nahversorger geben soll, dann muss es mit ADEG weitergehen. Der Grund ist zwar im Besitz einer Privatperson, aber das Gebäude gehört der Supermarktkette, weiß Bürgermeister Huber.

Dass sich die Bevölkerung einen Nahversorger im Ort wünscht und nicht ständig nach St. Valentin einkaufen fahren will, ist weiterhin ein Dauerthema. „Ich werde täglich damit konfrontiert. Die Leute hoffen, dass es bald wieder ein Geschäft gibt“, sagt der Ortschef.

Bürgerbeteiligungsmodell noch nicht abgehakt

Huber ist optimistisch, seinen Bürgern bald konkret sagen zu können, wie es mit dem Supermarkt weitergehen wird. Wann das der Fall sein wird, ist noch ungewiss. „Noch heuer, davon gehe ich schon aus“, ist Huber zuversichtlich.

Noch nicht abgehakt ist auch die vor Monaten ins Gespräch gebrachte Finanzierung mittels Bürgerbeteiligungsmodell. Dabei würden die Bürger dem neuen Betreiber finanziell unter die Arme greifen, einen bestimmten Betrag vorstrecken und dafür über mehrere Jahre Zinsen sammeln. Die gesamte Summe bekommen sie später zwar nicht in bar ausbezahlt, sondern sie können dafür im Geschäft einkaufen.

An dieser Idee möchte der Bürgermeister festhalten. „Wenn es einen konkreten Betreiber gibt, dann werden wir einen Nahversorgertag veranstalten, wo dieses Modell besprochen wird“, verspricht Huber.

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