Erstellt am 01. Februar 2016, 05:38

von Doris Schleifer-Höderl

Neuer Primar setzt auf den Ultraschall. Bernhard Bacher ist seit 4. Jänner der neue Leiter der Anästhesiologie und Intensivmedizin des Landesklinikums Amstetten.

Bernhard Bacher ist neuer Leiter der Anästhesiologie und Intensivmedizin im Landesklinikum.  |  NOEN, Foto: Doris Schleifer-Höderl

"In die Fußstapfen meines Vorgängers Albert Reiter zu treten, ist durchaus eine Herausforderung, aber ich bin sehr motiviert“, sagt Bernhard Bacher (46). Der gebürtige Salzburger ist seit 4. Jänner Leiter der Anästhesiologie und Intensivmedizin des Landesklinikums Amstetten. „Ich fühle mich hier am Haus sehr wohl und habe ein großartiges Team übernehmen dürfen. Das ist der ideale Grundstock, auf den man bauen kann!“

Im Frühjahr 2015 erfuhr Bacher, bedingt durch die Pensionierung Albert Reiters, von der Ausschreibung der Abteilungsleiterstelle am Landesklinikum Amstetten. „Von Beginn an waren alle Treffen positiv und ich ging hoch motiviert ins Hearing der drei letzten Bewerber. Als dann die Wahl auf mich gefallen ist, war die Freude darüber unbeschreiblich“, erzählt er.

Bacher lobt "fabelhaftes Team"

Dem Mediziner liegt vor allem die Stabilität und Zufriedenheit seines Teams sehr am Herzen, denn dies gewährleiste gute Arbeit. „Große Veränderungen schweben mir nicht vor, eben, weil ich ein fabelhaftes Team von meinem Vorgänger übernommen habe. Ich werde aber mit meinen Mitarbeitern Projekte angehen. Bedarf gibt es hier beispielsweise im Bereich der stationären Schmerztherapie. Zudem werde ich den Ultraschall kardiologisch am Haus etablieren. Wir haben schon ein Leihgerät hier und werden es in der Intensivmedizin zum Einsatz bringen.“

Die Möglichkeiten des Ultraschalls haben es dem Arzt selbst besonders angetan. Erstmals damit in Berührung kam er am Klinikum Wels, wo er auch seine Ausbildung in Anästhesie und Intensivmedizin abschloss.

Experte für Herzultraschall

„Die sogenannte Sonografie in der Anästhesiologie ist in vielen Kliniken mittlerweile ein Gütekriterium für die klinische Behandlung und die Ausbildung geworden. Ultraschallgezielte Interventionen wie die Gefäßpunktionen oder die Regionalanästhesie sind nun für viele Anästhesisten eine selbstverständliche Technik“, erklärt Bacher. Er schlug in Wels die Richtung Herzanästhesie ein und beschäftigte sich ausschließlich mit Herzultraschall. In Amerika legte Bachner die Prüfung für perioperative Echokardiographie ab, weil das in Österreich noch nicht möglich war.

Bald wurde der Vorstand der Universitätsklinik für Anästhesiologie, preoperative Medizin und Intensivmedizin Salzburg, Peter Gerner, auf Bernhard Bacher aufmerksam und fragte an, ob er nicht Lust hätte, die Kardioanästhesie in Salzburg zu leiten. „Und wie ich Lust dazu hatte! Nach vier Jahren als Leiter wurde ich schließlich stellvertretender erster Oberarzt von Peter Gerner und übte diese Tätigkeit zwei Jahre aus.“

Sein so erworbenes Wissen will Bachler nun natürlich im Klinikum Amstetten einbringen.