Erstellt am 03. Mai 2016, 04:54

von Sabine Hummer

Neues Musikheim wird ein Schmuckstück. Großprojekt für Stadtkapelle | Rund 3.000 freiwillige Arbeitsstunden haben die Musiker der Stadtkapelle bereits geleistet. Die Fertigstellung des Musikheimes ist für 2017 geplant.

Alt und neu kombiniert, die Planung des neuen Musikheimes übernahm Ehrenkapellmeister Peter Donauer (rechts), der gemeinsam mit Obmann Franz Mühlberghuber (links) die Hauptverantwortung am Bauprojekt trägt. Foto: Hummer  |  NOEN, unknownHummer
Im Februar des Vorjahres begann die Stadtkapelle St. Valentin mit dem Umbau des Musikheimes. Mittlerweile sind der Rohbau und die Fassade des Zubaus fertiggestellt, jetzt steht der Feinschliff am Plan.

„Wir haben bis jetzt knapp 3.000 freiwillige Arbeitsstunden seitens der Vereinsmitglieder geleistet. Auch bei der Innengestaltung werden wir sehr viel in Eigenleistung machen, um das ganze Projekt finanzieren zu können“, ist Obmann Franz Mühlberghuber stolz auf das bisher Geleistete.

„Wir haben gut gewirtschaftet“

Auf rund 650.000 bis 700.000 Euro belaufen sich die Schätzkosten des Bauvorhabens, mit den Eigenleistungen will die Stadtkapelle diesen Betrag jedoch noch minimieren.

„Mit rund einem Drittel werden wir durch Subventionen von Stadtgemeinde und Land unterstützt. Den Rest der Kosten haben wir zu tragen. Wir haben gut gewirtschaftet und können auf einige Rücklagen zurückgreifen. Natürlich hoffen wir auch auf die Hilfe von Sponsoren und Spendensammlungen und sowie auf gut besuchte Feste in den kommenden Jahren“, erläutert der Obmann den Finanzierungsplan.

Ehrenkapellmeister plante neues Heim

Das bestehende Musikheim wurde 1961 errichtet und war seit jeher im Eigenbesitz des Musikvereines – damals als eines von zweien in ganz Niederösterreich. Mittlerweile platzt das Gebäude aus allen Nähten. „Wir haben rund 60 aktive Mitglieder und insgesamt 45 Kinder und Jugendliche, die im Rahmen der Bläserklasse in zwei Gruppen im Musikheim musizieren, dadurch erklärt sich der Platzbedarf“, sagt Mühlberghuber.

Seit rund zehn Jahren ist die Erweiterung des Musikheimes Thema und wurde bis ins kleinste Detail vorbereitet. Ein Nachbargrundstück wurde vom Verein angekauft, das „Hackl-Haus“ geschliffen.

Die gesamte Planung erfolgte in Eigenregie – unter Federführung von Ehrenkapellmeister Peter Donauer, der als Architekt im Ortsbildbeirat Oberösterreich vertreten war und seinen jahrzehntelangen Erfahrungsschatz nun ehrenamtlich in das Projekt Musikheim einbringen konnte.

Musiker wurden in Planung einbezogen

Bei der Planung wurden auch die Musiker einbezogen. „Wir haben eine Wunschliste erstellt, das Maximum daraus versuchten wir in der Planung einzubringen“, informiert Donauer. Wichtig war, das alte vom neuen Gebäude sauber zu trennen. So wird gewährleistet, dass der Probenbetrieb nie gestört wird und die Kapelle nie aussiedeln musste.

„Der Neubau kann für sich stehen und der Altbau bewahrt seine optische Präsenz. Wir werden im alten Teil nur den Eingangsbereich verändern. Das Relief aus den 60er-Jahren und die Fassade werden wir auffrischen“, erklärt der Architekt. Die Professionisten-Leistungen werden durchwegs von St. Valentiner Firmen ausgeführt.

Künftig soll Platzmangel bei der Stadtkapelle St. Valentin also Geschichte sein. Neben einem Multifunktionsraum, einem großen und einem kleinen Probenraum wird im Keller ein Jugend-Probenraum eingerichtet, den die Stadtkapelle auch jungen Bands zur Verfügung stellen will.

Der Aufenthaltsraum im Altbau bleibt bestehen. „Unser Musikheim wird ein richtiges Schmuckstück werden“, freuen sich Mühlberghuber und Donauer auf das Endergebnis. Die Fertigstellung ist für 2017 geplant, 2018 soll ein großes Eröffnungsfest stattfinden.