Erstellt am 20. April 2016, 04:44

von Ingrid Vogl

Pflege-Bedarf ist gestiegen. Pflege und Betreuung durch die Caritas wird in der Region um Haag sehr gut angenommen. 2015 nahmen die geleisteten Einsatzstunden im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent zu.

In gemütlicher Runde: Caritas-Regionalleiter Johannes Hofmarcher, Angehörige Maria Gerstmayr, Hildegard Stieblehner (Sozialstation NÖ West) und Tanja Mayrhofer (Sozialstation Urltal). Foto: Vogl  |  NOEN, Ingrid Vogl

Pflege und Betreuung von Angehörigen in den eigenen vier Wänden bekommt von Jahr zu Jahr größere Bedeutung. Das untermauern die Zahlen, die Caritas-Regionalleiter Johannes Hofmarcher am vergangenen Freitag präsentierte.

„Das ist so ein schöner Morgenbeginn“

In den Sozialstationen NÖ West und Urltal mit Sitz in Haag und St. Peter/Au wurden im Jahr 2015 insgesamt 358 Kunden betreut. Die 60 Caritas-Mitarbeiterinnen leisteten 44.346 Einsatzstunden ab, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 6,1 Prozent bedeutet. Mit Privatautos und den 47 Dienstautos legten die Caritas-Damen in Summe beachtliche 456.503 Kilometer zurück.

„Ich schaue mit sehr viel Demut und Dankbarkeit auf diese Zahlen. Unser größtes Kapital sind unsere Mitarbeiterinnen“, zollte Hofmarcher den Damen in Rot größtes Lob. Zufrieden sind mit ihnen auch die Kunden wie Maria Gerstmayr. Ihr heute 50-jähriger Sohn Manfred sitzt nach einer Gehirnblutung seit 26 Jahren im Rollstuhl und wird jeden Morgen von den Caritas-Damen betreut.

„Sie kommen lachend herein. Das ist so ein schöner Morgenbeginn. Ich kann mir das anders gar nicht mehr vorstellen“, ist die Haagerin mit der Hilfe der Caritas vollauf zufrieden.

Aufgrund der großen Nachfrage hat sich die Zahl der Mitarbeiterinnen im heurigen Jahr bereits wieder erhöht. In der Sozialstation Urltal wurden zuletzt vier Personen angestellt, in Haag, wo zwei neue Mitarbeiterinnen folgen werden, ist man vor allem auf der Suche nach Diplompersonal.