Haag

Erstellt am 18. Juli 2016, 08:50

von Leopold Kogler

Ein Klassiker, der zündet. Mit „Alices seltsame Reise oder wie ich das Wunderland lieben lernte“ setzt der Theatersommer auf ein echtes Kinderstück.

„Alices seltsame Reise“ thematisiert eine Welt, in der das Unlogische normal ist und man darf dort erkennen, wie logisch unnormal sein kann.  |  Leopold Kogler

Natürlich ist es kein Kinderspiel, die Hauptbühne zu bespielen. Doch die Special!Junior!Senior!Produktion 2016 „Alices seltsame Reise“ ist ein klug arrangiertes und ordentlich aufbereitetes Bühnenabenteuer für Kinder, Jugendliche und Erwachsene von Regisseur Maximilian Modl.

Man erlebt eine wahrhaft bunte Parade aus Musik und Sprache. Da lässt man sich gerne mit der unbeirrbaren Alice und dem weißen Kaninchen ins Wunderland begleiten. Man trifft dort auf den verrückten Uhrmacher, sieht die bitterböse Herzkönigin Kricket spielen und darf sich auch an der einen oder anderen Geburtstagsparty erfreuen. Die Handlung thematisiert eine Welt, in der das Unlogische normal ist und man darf dort erkennen, wie logisch unnormal sein kann.

Der Stoff von Lewis Carrolls, ein Klassiker der Weltliteratur, wird mit viel Ambition gespielt und zündet. Die Band bemüht sich um Schwung und jeder Darsteller versucht, das Beste aus seiner Charakterrolle zu holen. Da ist jeder mit großer Begeisterung bei der Sache, sei es in den Hauptrollen, aber auch in den Nebenrollen. Da wird manch Komisches so menschlich gespielt und es wird einem keine Minute lang fad.

Alle sind bezaubernd in ihren Kostümen. Ein schöner, unterhaltsamer Theaterabend und dazu noch die einzigartige Spielfreude. Eine sehr gelungene Special!Junior!Senior!Produktion.