Erstellt am 27. Januar 2016, 08:50

von Daniela Führer

Pressl bei Armin Wolf: „Gewisser Nervenkitzel“. Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl war Studiogast bei ORF-Moderator Armin Wolf in der „Zeit im Bild“ (ZIB 2). Eine neue spannende Erfahrung für den VP-Politiker.

Ardaggers VP-Bürgermeister Hannes Pressl im ZIB 2-Interview mit Armin Wolf. Foto: Screenshot  |  NOEN, Screenshot

NÖN: Die Gemeinde Ardagger wurde im Rahmen des ORF-ZIB2- Berichts über das Bürgermeistertreffen in Wieselburg zum Thema „Asylwesen und Asylquartiere“ porträtiert. Wie kam es dazu?
Hannes Pressl: Der ORF hat sich im Vorfeld des Bürgermeistertreffens ein, zwei Gemeinden ausgesucht, in denen bereits Flüchtlinge aufgenommen wurden sowie auch Gemeinden, die noch keine haben. Warum Ardagger letzten Endes ausgewählt wurde als Beispielgemeinde, in der bereits Flüchtlinge leben, weiß ich gar nicht.

„War eine ganz entspannte Gesprächsatmosphäre“

Sie waren am Montag, 18. Jänner, auch zum Interview mit Moderator Armin Wolf in der ZIB 2 eingeladen, um über den Umgang mit Flüchtlingen in Ihrer Gemeinde zu sprechen. Wie kam es zu dieser Einladung?
Das ergab sich im Zuge der Dreharbeiten in Ardagger. Eigentlich hatte der ORF die Studiogäste schon fixiert gehabt. Da kam es aber dann zu einer Änderung und ich wurde am Montagvormittag gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, am Abend im ZIB-Studio Gast zu sein. Ich habe zugesagt und um 3 Uhr nachmittags wurde der Auftritt dann fixiert.

Waren Sie zum ersten Mal in der ZIB 2 und wie nervös waren Sie vor dem Auftritt?
Ja, das war mein erster großer Auftritt in der ZIB 2. Ich war auch noch nie vorher im ORF-Zentrum. Sicher war da ein gewisser Nervenkitzel, man weiß ja schon, dass ein Haufen Leute zusehen. Und Armin Wolf ist – ich möchte jetzt nicht sagen, gefürchtet – aber doch dafür bekannt, dass er seinen Studiogästen sehr genau auf den Zahn fühlt. Aber alles, was sich da beim Interview abgespielt hat, kommt im Fernsehen anders rüber. Es war eine ganz entspannte Gesprächsatmosphäre.

„Fürchtete, dass Kommentare sehr kontrovers ausfallen“

Was läuft bei so einem ZIB-Auftritt im Hintergrund ab?
Vor dem Interview haben wir mit der Redaktion über unsere Ansichten und Einstellungen geredet. Inhaltliche Fragen wurden aber nicht vorbesprochen. Armin Wolf hat uns im Studio dann auch nur kurz begrüßt und gezeigt, in welche Kameras wir schauen müssen. Dann ging es auch schon los.

Wie waren die Reaktionen auf Ihren Auftritt?
Zunächst haben uns die Redakteure im Studio noch gesagt, dass sie das Interview mit uns als sehr angenehm empfunden haben, da wir nicht versucht haben, den Fragen auszuweichen, wie es andere Gesprächspartner öfter tun. Aber da muss man schon sagen: Aus der Praxis redet es sich vielleicht auch anders, als wenn man politische Botschaften vermitteln muss. Ich habe dann am Dienstag auch den Beitrag auf meinem Blog geteilt und am selben Abend hatte er bereits 2.500 Zugriffe. Auch auf meiner Facebook-Seite habe ich an diesem Tag über 360 „Gefällt mir“ dafür bekommen. Generell gab es sehr positive Rückmeldungen. Ich habe schon gefürchtet, dass die Kommentare sehr kontrovers ausfallen, aber das waren sie nicht. Über den Bürgerservice in Ardagger kamen auch einige Mails von fremden Leuten, die das Interview als sehr unaufgeregt, sachlich und positiv bewertet haben. Wichtig ist mir bei allem aber zu betonen, dass in Ardagger alles nur deshalb so gut funktioniert, weil es viele gibt, die sich engagieren. Es ist ein gemeinsames Werk vieler, nicht allein des Bürgermeisters.

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