Haidershofen

Erstellt am 07. Juli 2016, 05:12

Lehrpfad für alle Sinne. Maturantinnen der Umwelt-HLW Yspertal werden mit der 2A-Klasse der Neuen Mittelschule Haidershofen den Wanderweg „Ennsrunde“ neu beleben.

Zusammenarbeit ist Trumpf beim neuen Waldlehrpfad der Maturantinnen der HLUW Yspertal Christine Bürstmayr (hinten, 3.v.l.), Julia Sponseiler und Cordula Kriechbaumer. Gemeinsam mit den Schülern der 2A-Klasse der NMS Haidershofen, im Bild (vorne v.l.) Jakob Fellner, Sarah Maurerlehner, Elias Hairas, Nina Fürst und Tobias Hochleitner, und Klassenvorstand Monika Fürst (hinten 2.v.l.) sowie mit Unterstützung von Direktor Gerhard Hackl (hinten r.), Bürgermeister Manfred Schimpl (hinten 2.v.r.) und Jugendgemeinderat Michael Strasser (hinten l.) soll das Vorhaben im kommenden Schuljahr umgesetzt werden. Foto: Hummer  |  Sabine Hummer

Ein besonderes Maturaprojekt wurde in der Neuen Mittelschule Haidershofen vorgestellt. Die Schüler der 2A mit ihrem Klassenvorstand Monika Fürst werden drei Schülerinnen der HLUW Yspertal bei ihrer umfangreichen Diplomarbeit tatkräftig unterstützen.

Mit vereinten Kräften soll ein Waldlehrpfad entlang des Wanderweges „Ennsrunde“ entstehen. Dieser öffentliche Wanderweg, der von Haidershofen bis nach Staning führt, ist derzeit ruhend gestellt und soll durch dieses Projekt neu belebt werden.

Initiator dafür war Jugendgemeinderat Michael Strasser, der selbst vor einigen Jahren noch die Schulbank in der HLUW gedrückt hatte und Kontakt mit Direktor Gerhard Hackl aufnahm. Bürgermeister Manfred Schimpl hatte schließlich noch die Idee, das Vorhaben mit der NMS zu kombinieren.

Und so war der „Deal“ perfekt – die Yspertaler Schülerinnen und angehenden Maturantinnen Christine Bürstmayr aus Behamberg, Julia Sponseiler aus Waldhausen und Cordula Kriechbaumer aus Rechberg waren gleich Feuer und Flamme für ihr Diplom-Projekt. Und auch die Schüler der 2A, die heuer das Thema Wald als Biologie-Schwerpunkt haben, sind mit Begeisterung bei der Sache.

Konzept muss bis Weihnachten stehen

Nachdem die Eckpunkte und der Zeithorizont für die Umsetzung feststanden, starteten die Maturantinnen ihr umweltpädagogisches Projekt mit der Kennenlernphase. Dafür übernahmen sie für einen Tag den Unterricht, gaben Theorie-Inputs über Insekten, sammelten mit den Schülern Material, mit dem sie anschließend ein riesiges Insektenhotel befüllten, das am neuen Themenweg aufgestellt werden soll. Parallel dazu wurden die Schüler von einer Waldpädagogin begleitet und bauten im Werkunterricht Nistkästen für den Themenweg.

Insgesamt soll der Waldlehrpfad mit mehreren Stationen bespielt werden. Hauptthema wird Haidershofen und die Region sein. „Wir haben uns bereits andere Themenwege angeschaut und uns über die Geschichte, Kulturelles, berühmte Personen, Wald, Wasser und Natur in Haidershofen schlau gemacht. Auch das Kraftwerk Staning wollen wir beim Themenweg behandeln“, erzählt Christine Bürstmayr. Entstehen soll ein Weg für alle Sinne, der beschildert und kindgerecht gestaltet wird. „Wir wollen sowohl den Geist, als auch den Körper anregen“, verraten die Maturantinnen.

Gemeinde hat 10.000 Euro budgetiert

Bis Weihnachten muss das gesamte Konzept mit allen Details stehen. Dieses soll dann im Rahmen einer Abschlusspräsentation der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Umsetzung der Diplomarbeit in die Realität soll dann bis Ende des kommenden Schuljahres gemeinsam mit den Mittelschülern und Klassenvorstand Monika Fürst erfolgen.

Die Gemeinde Haidershofen wird das Vorhaben finanziell unterstützen. „Wir haben in Haidershofen viel für die Jugend über, immer wieder sind wir gerne auch Partner von Maturaprojekten. Projekte, die ins reale Leben eingreifen, sind für uns natürlich besonders interessant“, sagt Bürgermeister Manfred Schimpl, der mit dem Gemeinderat bereits 10.000 Euro bereitgestellt hat. Auch alle Grundeigentümer haben bereits dem Themenweg zugestimmt.

Für HLUW-Direktor Gerhard Hackl ist die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der NMS Haidershofen ein weiteres Beispiel für den erfolgreichen Weg seiner Schule. „Wir wollen Leute bei uns haben, die naturverbunden sind, sich engagieren und auch etwas angreifen“ , erklärt er.