Erstellt am 12. April 2016, 04:34

von Hermann Knapp, Sabine Hummer und Daniela Rittmannsberger

Rotes Kreuz auf Herbergssuche .... Bezirksstelle des Roten Kreuzes in St. Peter platzt aus allen Nähten. Deshalb sucht man nach einer Alternative. Spar hat Interesse am alten Areal angemeldet.

Die Bezirksstelle des Roten Kreuzes St. Peter/Au platzt aus allen Nähten, weshalb eine Standort-Optimierung am Plan steht. Foto: Sabine Hummer  |  NOEN, Sabine Hummer
Die mögliche Ansiedlung eines Hofer-Marktes auf Seitenstettner Gebiet nahe der Ortsgrenze setzt möglicherweise ein Standortroulette in Gang.

RK überlegt Umbau oder Neubau

Spar hat Interesse bekundet, das Areal, auf dem die Bezirksstelle des Roten Kreuzes steht, zu erwerben. Offenbar will man mit einem Ausbau des Marktes zu einem Interspar dem möglichen neuen Konkurrenten Hofer Paroli bieten.

Das Rote Kreuz dürfte dem Angebot gar nicht so ablehnend gegenüberstehen. Denn da im Rettungshaus zu wenig Platz ist, sucht man ohnehin nach einer neuen Lösung. „Wir überlegen, entweder das Haus umzubauen oder neu zu bauen“, sagt Latschenberger.

Dass man nun einen möglichen Käufer für das alte Haus hat, wird vermutlich die Überlegung sich einen neuen Standort zu suchen befeuern, zumal derzeit auch die Ausfahrt auf die B122 problematisch ist. Allerdings sind die Optionen eingeschränkt. Richtung Weistrach kann man nicht wandern, denn dann würde das Rote Kreuz womöglich das Betreuungsgebiet Biberbach an die Dienststelle Kematen verlieren.

Gemeinde will Bezirksstelle halten

Die Gemeinde St. Peter will natürlich alles tun, um die Rot-Kreuz-Stelle zu halten. „Uns ist das natürlich ein großes Anliegen“, betont Bürgermeister Johannes Heuras. „Sollte die Erweiterung am bestehenden Standort im Sand verlaufen, werden wir das Rote Kreuz selbstverständlich bei einer Grundstücksfindung in St. Peter unterstützen.“

Aber auch die Nachbargemeinde Seitenstetten wäre gegebenenfalls bereit sich nach einem Grundstück für die Bezirksstelle umzusehen. „Wir wurden aber bisher noch nicht gefragt“, sagt Bürgermeister Johann Spreitzer. Ein guter Standort für das Rote Kreuz wäre seiner Ansicht nach das Areal, wo der Hofer-Markt entstehen soll. „Wenn daraus nichts werden sollte, wäre das sicher ein guter Platz.“

Derzeit sieht aber alles danach aus, dass sich Hofer auf dem Areal ansiedeln wird. Vorverträge mit dem Grundbesitzer sind unterschrieben und Hofer wird bald ein Projekt einreichen. Dann muss das Land beurteilen, ob der Markt errichtet werden kann oder nicht.