St. Pantaleon-Erla

Erstellt am 03. August 2016, 04:37

von Karl Fuchs

Ein eigenes Archiv für Erla. Der ehemalige Bundesbahner Walter Vinkroin sammelt seit mittlerweile 27 Jahren aktuelle Berichte aus Erla.

Regale voll mit Ordnern hüten die gesammelten Chronikwerke von Walter Vinkroin. Foto: Fuchs  |  Fuchs

250 Bände mit zigtausend Seiten, abgelegt in DIN-A4-Ordnern: Das ist das in 27 Jahren gesammelte Archiv von Walter Vinkroin. Der Schwerpunkt liegt auf aktuellen Berichten aus Tages- und Wochenzeitungen. Natürlich auch aus der NÖN.

Wartezeiten im Beruf mit Bahnchronik überbrückt

Vinkroin, Sohn einer Arbeiterfamilie, verfügt über ein bewegtes Berufsleben: Lehre zum Kfz-Mechaniker, 27 Jahre ÖBB-Bediensteter und gegenwärtig Montagefacharbeiter bei einer Firma in Steyr. Überstanden hat er auch einen tragischen Unfall: Mit einer Giebelmauer stürzte Walter Vinkroin sechs Meter in die Tiefe und zog sich dabei eine Zertrümmerung des Fersenbeins auf 1.000 Knochensplitter zu. Schwerstarbeit für die Chirurgen, die eine neue Ferse formten, die keine Gehbehinderung mit sich bringt.

Die Sammelleidenschaft ergriff Walter Vinkroin dann bei seiner Tätigkeit als Bundesbahner. Berufliche Wartezeiten als Verschieber am Bahnhof St. Valentin überbrückte er mit dem Lesen der Bahnchronik. Bahnhofsvorstände aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg entpuppten sich als wahre Schriftsteller.

Interessante Details dieser St. Valentiner Bahnchronik sind zudem, dass auch das öffentliche, politische Leben chronikmäßig erfasst wurde. Das Interesse war geweckt und so entstand vor 27 Jahren die Sammlertätigkeit von aktuellen Zeitungsberichten aus Erla.

Diese bilden nun neben Texten von Gemeinderat Fritz Auinger die Basis für eine mobile Ortschronik, die vor zwei Wochen präsentiert wurde und in der Café-Bäckerei Franz Stockinger zur Ansicht aufliegt.