St. Pantaleon-Erla

Erstellt am 17. August 2016, 06:32

von Ingrid Vogl

Mauthausner Brücke wird zur Baustelle. Donaubrücke muss an sieben Wochenenden wegen Arbeiten am Brückentragwerk für den Verkehr gesperrt werden.

Die Mauthausner Donaubrücke ist in die Jahre gekommen. Deshalb muss die im Jahr 1961 errichtete Brücke saniert werden und ist an den kommenden sieben Wochenenden jeweils von Samstag, 18 Uhr, bis Montag 4 Uhr früh, gesperrt. Bezüglich Neubau und zukünftigem Standort der Brücke gibt es hingegen noch immer nichts Konkretes. Foto: Fuchs  |  Fuchs

An der Mauthausner Donaubrücke nagt der Zahn der Zeit. Die 1961 errichtete Brücke muss dringend saniert werden. Baumaßnahmen am Brückentragwerk stehen daher in den nächsten Wochen am Plan. An sieben Wochenenden – beginnend mit 20. August – wird die Brücke jeweils von Samstag, 18 Uhr, bis Montag, 4 Uhr früh, gesperrt.

„Möglichkeit mit der Fähre“?

Die Sperre der Verbindung zwischen Oberösterreich (Mauthausen) und Niederösterreich (Pyburg) ist vor allem für Pendler unangenehm. Schichtarbeiter aus Oberösterreich müssen beträchtliche Umwege in Kauf nehmen, um etwa am Wochenende zu den großen Betrieben nach St. Valentin zu kommen.

Betroffen sind aber auch die aus Niederösterreich pendelnden Angestellten des Donauparks Mauthausen, der sich in unmittelbarer Nähe der Brücke befindet. Auch für sie beginnt die Sperre am Samstag zu früh, um nach der Arbeit noch auf kürzestem Wege nach Hause zu kommen. Ihnen droht ein Heimweg über Wallsee oder Steyregg und somit ein gewaltiger Umweg.

Ein Problem, das dem Bürgermeister von St. Pantaleon-Erla durchaus bewusst ist, und wofür man derzeit auch in beiden Bundesländern nach Lösungen sucht: „Die Bahnverbindung ist ja da. Wir müssen schauen, ob sich da etwas machen lässt. Eventuell gibt es auch eine Möglichkeit mit der Fähre“, erklärt Rudolf Divinzenz.

Lange Dauer sorgt für Unmut

Dass die umfangreichen Sanierungsarbeiten ein Hinweis darauf sein könnten, dass die Donaubrücke nicht – wie bereits vor einem Jahr angekündigt – an einem anderen Standort neu gebaut wird, sondern am alten Standort bleibt, kommt für Ortschef Divinzenz nicht in Frage. „Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Das sind ganz normale Sanierungsarbeiten“, stellt er klar.

Bezüglich neuer Donaubrücke habe es Ende Juni das letzte Gespräch zwischen Oberösterreich, Niederösterreich und Grundbesitzern gegeben, betont Divinzenz. Nun müsse eine Variante geplant und begutachtet werden, die sich auch realisieren lässt. Wie lange das dauert, ist ungewiss.

Dass alles sehr lange dauert, sorgt aber bereits für Unmut. Wie etwa bei Alfred Buchberger, dem Bürgermeister der Nachbargemeinde Ennsdorf. Er verstehe einfach nicht, „dass zwei Länder, die die selbe Farbe haben, sich hier nicht näher kommen“.

Zahlen & Fakten:

  • Um die Tragfähigkeit der Donauquerung zu erhalten, sind wegen des Alters der Brücke (Baujahr 1961) und des Zustandes der Stahlfachwerkkonstruktion Sanierungsmaßnahmen am Brückentragwerk notwendig. Es handelt sich dabei um Verstärkungsmaßnahmen der Stahlfachwerkstäbe, die nur in Zeiten ohne Verkehr durchgeführt werden können, weil der Fahrzeugverkehr Schwingungen am gesamten Stahltragwerk verursacht.
  • Für die Sanierung wird die Mauthausner Brücke an sieben Wochenenden – beginnend mit dem 20. August – total gesperrt. Die Baumaßnahmen erfolgen jeweils zwischen Samstag, 18 Uhr, und Montag, 4 Uhr früh.
  • Ober- und Niederösterreich haben bereits im August des Vorjahres angekündigt, bis Jahresende 2015 einen Standort für einen Neubau der Mauthausner Brücke bekannt zu geben. Bis jetzt gibt es aber noch keine Lösung und kein Projekt. OÖ will aus verkehrstechnischen Gründen dreihundert Meter flussabwärts bauen. NÖ am derzeitigen Standort, weil man Probleme mit Grundeigentümern befürchtet.