Erstellt am 18. November 2015, 04:28

von Hermann Knapp

Schnelles Internet: Glasfaser im Vormarsch. Kleinregion Herz Mostviertel erstellt in Zusammenarbeit mit der Landesgesellschaft NÖgig eine Grobplanung und verlegt Leerrohre.

Auch auf den Gemeindeämtern geht ohne Internet gar nichts mehr. Die Kleinregion Herz Mostviertel mit Sprecher Erwin Pittersberger erstellt deshalb nun eine Grobplanung für den Glasfaserkabel-Ausbau. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Die Kleinregion Herz Mostviertel ist eine von neun Regionen in Niederösterreich, die an einer Grobplanung für die Schaffung eines Glasfaserkabelnetzes teilnimmt. Partner der Gemeinden ist dabei die NÖgig (NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft mbH).

„Wird immer bedeutenderer Standortfaktor werden“

Die Versorgung mit schnellem Internet wird immer wichtiger, für Bürger, die oft schon von zuhause aus am Computer arbeiten, aber natürlich auch für Firmen.

„Das Glasfasernetz wird in Zukunft ein immer bedeutenderer Standortfaktor werden, darum ist es uns wichtig, rechtzeitig auf diesen Zug aufzuspringen“, sagt der Obmann der Kleinregion, Weistrachs Bürgermeister Erwin Pittersberger.

Die Grobplanung soll Auskunft darüber geben, wie viele Wohneinheiten in einer Gemeinde insgesamt versorgt werden müssen und welche Siedlungsgebiete oder Betriebsgebiete sich in den nächsten Jahren entwickeln werden und mit Glasfaserkabeln versorgt werden müssen.

Telekom verlegt in Weistrach Leitungen

Die Gemeinden verlegen ja jetzt schon im Zuge von Kanalbauarbeiten oder Straßensanierungen Leerrohre. Diese werden ihnen von der NÖgig später zu einem festgelegten Preis abgekauft.

„Der Ausbau des Glasfasernetzes wird dann erfolgen, wenn die Bevölkerung es wünscht. Wenn sich 40 Prozent der Anrainer in einer Siedlung entschließen auf schnelles Internet zu wechseln, dann verpachtet die NÖgig die Leerrohre an einen Anbieter und dieser kann Glasfaserkabel einblasen“, erklärt Pittersberger.

In manchen Gemeinden – wie auch Weistrach – ist inzwischen die Firma A1-Telekom selbst dazu übergegangen, Glasfaserleitungen zu verlegen. In anderen, wie Seitenstetten, ertüchtigt sie das bestehende Netz mit neuen Technologien auf Leitungskapazitäten bis 30 Mbit/s.