Erstellt am 05. April 2016, 05:04

von Ingrid Vogl

Schulden wurden erneut verringert. Aus dem Gemeinderat / Präsentierter Rechnungsabschluss zeigt einen satten Überschuss. Schuldenstand um 1,5 Millionen Euro reduziert.

St. Valentins Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr (SPÖ) konnte einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren. Foto: privat  |  NOEN, privat

„Wir können eine sehr positive Bilanz ziehen.“ Mit diesen Worten fasste Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag den Rechnungsabschluss in ihrer Gemeinde zusammen.

In sechs Jahren fast 10 Millionen abgebaut

Die Gesamtsumme des ordentlichen Haushalts beträgt 22,8 Millionen Euro, die des außerordentlichen Haushalts 3,3 Millionen. Mit 3,76 Millionen freut man sich in St. Valentin über einen satten Überschuss. Erneut verringert, und zwar um mehr als 1,5 Millionen, wurde der Schuldenstand.

„Im Jahr 2010 hatten wir noch über 27 Millionen Schulden, jetzt sind wir bei 17,7“, freute sich Suchan-Mayr über die kontinuierliche Reduzierung der Schulden in den letzten Jahren.

Auch die Haushaltskennzahlen, die die tatsächliche finanzielle Lage einer Gemeinde widerspiegeln, stellen St. Valentin ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. So bewegen sich die Kennzahlen gemäß Schulnotensystem in allen Bereichen zwischen den Noten 1 und 1,5.

Aber: Viele alte Projekte noch in Warteschleife

Auf Zustimmung stieß der Rechnungsabschluss auch bei der ÖVP. „Der Vorzugsschüler St. Valentin hat ein sehr gutes Schuljahr abgeschlossen und ist reif, in die nächste Klasse aufzusteigen“, umschrieb Stadtrat Andreas Pum die Situation.

Er betonte aber auch, dass es den Überschuss deshalb gebe, weil viele alte Projekte noch in der Warteschleife stehen. „Wenn wir die umsetzen, sieht es ganz anders aus. Wenn man das in Zahlen fasst, dann sind wir bei 25 Millionen Euro aufwärts“, so Pum.

Gemeint waren die Veranstaltungshalle, das Betriebsgebiet, die Umfahrungsstraße, die Deponieschließung für den Skatepark, der Hochwasserschutz und die Sanierung der Volksschule Hauptplatz (neue Fenster). „Da können wir nur hoffen, dass die Einnahmenseite positiv bleibt und Investitionen mit dem nötigen Augenmaß getätigt werden“, fügte Pum hinzu.

Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr versicherte, ein wachsames Auge darauf zu werfen, „damit wir das alles stemmen können.“