Erstellt am 16. März 2016, 04:34

von Desiree Haselsteiner

Skurrile „Ladenhüter“ beim Viertelfestival. Im Rahmen des Viertelfestivals NÖ ruft die Stadt Haag zu einem eindrucksvollen künstlerischen Projekt auf, um ehemalige Geschäftsflächen für kurze Zeit wieder zu beleben.

Ein Teil des LADEN/HÜTER-Teams, Isabell Kneidinger und Gerfried Hinteregger, inspiziert die leer stehenden Geschäftslokale. Foto: Kneidinger Hinteregger  |  NOEN, Kneidinger Hinteregger

Egal ob kurios, historisch oder skandalös – im Produktionsbüro des Theatersommers Haag sammeln sich derzeit Alltagsgegenstände, Fotografien, Möbelstücke und Antiquitäten. Anlass dafür ist das „Viertelfestival NÖ - Mostviertel 2016“ mit dem Kunstprojekt „LADEN/HÜTER. Haag revisited“.

„Soll ein Impuls an die Kunst sein“

Die Organisatorin Isabell Kneidinger will mit dem Kunstprojekt ehemalige Geschäftslokale im Ortszentrum für kurze Zeit wiederbeleben. „Es soll ein Impuls an die Kunst sein. Wir sichten seit vielen Wochen altes Film- und Fotomaterial und sind von Wirtshaus zu Wirtshaus gezogen und haben die Haagerinnen und Hager nach alten und skurrilen Objekten gefragt.“

Die Organisatorin will zwar noch nicht zu viel verraten, aber es werden Filmausschnitte aus den 50er-Jahren von den großen Karnevalsumzügen sowie Radrennen zu sehen sein.

In der Bahnhofstraße 10 sowie in der Wienerstraße 5 werden in den leer stehenden Lokalen Fotografien von damals wie heute in Gegenposition gesetzt, sowie alte Filmausschnitte von Altbürgermeister Ernst Huber präsentiert.

Trafik mit „Camera obscura“

„Ein besonderes Highlight wird es am Hauptplatz geben. Dort befindet sich eine alte Trafik, wo wir eine ‚Camera obscura‘ installieren werden“, erklärt Kneidinger.

Eine „Camera obscura“ besteht aus einem lichtdichten Raum, in den durch ein Loch das Licht einer beleuchteten Szene auf die gegenüberliegende Rückwand trifft. Auf der Rückwand entsteht dabei ein auf dem Kopf stehendes und seitenverkehrtes Bild dieser Szene.

Zu jedem ausgestellten Objekt wird auch eine Geschichte erzählt. Dies kann der Leihgeber selbst tun oder eine Beschreibung zu seinem Kunstwerk abgeben. „So soll eine persönliche Note in die gesamte Ausstellung gebracht werden“, informiert die Organisatorin.

Bis 31. März können Gegenstände im Produktionsbüro des Theatersommers im Pfarrhof noch abgegeben werden. Mehr Infos 0699/15046860.