Erstellt am 15. Oktober 2015, 08:17

von Hermann Knapp

Soldaten der Ostarrichikaserne im Flüchtlingseinsatz. Soldaten der Ostarrichikaserne helfen an slowenischer Grenze aber auch im Transitlager in Wieselburg. 35

Grundwehrdiener aus der Ostarrichikaserne unterstützen das Rote Kreuz im Transitlager in Wieselburg. Innerhalb weniger Stunden gilt es oft 370 Feldbetten neu zu überziehen und mit Einwegdecken auszustatten. Da bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen.  |  NOEN, Jägerbataillon 12

Mann vom Kaderpersonal der Ostarrichikaserne sind derzeit in Bad Radkersburg in der Steiermark im Assistenzeinsatz.

„Sie unterstützen dort die Exekutive bei der Aufrechterhaltung der Ordnung im Bereich der Grenzübergänge“, berichtet Kasernenkommandant Oberstleutnant Rudolf Halbartschlager. Die Soldaten wurden zu diesem Zweck von der Landespolizeidirektion mit Exekutivbefugnissen ausgestattet, dürfen also Kontrollen vornehmen. Vor allem geht es aber natürlich darum, Flüchtlinge in Empfang zu nehmen und sie einzuweisen. In der Steiermark ist nur Kaderpersonal im Einsatz. „Man braucht dort erfahrene Leute, da ja bei den Flüchtlingen, die da ankommen, und die Schlimmes durchgemacht haben, viele Emotionen im Spiel sind“, sagt der Kommandant.

"Da heißt es ordentlich anpacken“

Auch im nahen Wieselburg sind Soldaten der Ostarrichikaserne im Rahmen einer Unterstützungsleistung im Transitlager tätig. Täglich sind dort sieben Leute vor Ort, ein Kommandant und sechs Grundwehrdiener. Ihre Aufgabe ist nicht die direkte Betreuung der Flüchtlinge, sondern Hilfe bei der Bereitstellung der Infrastruktur. „Die Asylwerber wechseln oft. Bevor die nächste Gruppe kommt, müssen die Feldbetten frisch überzogen und mit Einwegdecken ausgestattet sein. Da oft nur wenige Stunden Zeit ist, heißt es da ordentlich anpacken“, sagt Halbartschlager.

Für seine Grundwehrdiener sei der Einsatz aber eine wichtige charakterbildende Erfahrung. „Einer hat mir gesagt, wie dankbar er jetzt ist, dass er in Österreich aufwachsen durfte.“

In der Kaserne selbst geht natürlich auch mit weniger Personal alles seinen geordneten Gang. 250 Grundwehrdiener werden dort zurzeit ausgebildet.

Abgesagt werden musste allerdings eine im Oktober geplante Übung mit den Blaulichtorganisationen im Bezirk.