Erstellt am 11. Februar 2016, 04:43

von Hermann Knapp

Spracherwerb für Asylwerber sehr wichtig. Asylwerber werden von vielen Freiwilligen in kostenlosen Deutschkursen unterrichtet. Für Asylberechtigte halten Bildungsanbieter entsprechende Angebote bereit.

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Der Spracherwerb ist für die Asylwerber, aber später auch für die Asylberechtigten natürlich der wichtigste Schritt zu einer gelingenden Integration. In Amstetten haben sich kürzlich die einzelnen Bildungsträger bei einem Runden Tisch vernetzt, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und den Flüchtlingen ein optimales Angebot zu bieten.

„Da es für Asylwerber in Niederösterreich keine geförderten Sprachkurse gibt, ist da die Hilfe von ehrenamtlichen Plattformen besonders wichtig“, betont Amstettens Vizebürgermeisterin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Viele Angebote in Amstetten

In Amstetten gibt es zum Glück viele Freiwillige, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Die Plattformen „Willkommen Mensch“ und „Menschen für Menschen in Mauer“ bieten in der Pfarre St. Stephan aber auch in den Containerdörfern kostenlose Deutschkurse an, die von ehrenamtlichen Mitarbeitern abgehalten werden.

„Aber auch die NÖWE (Diakonie Flüchtlingsbetreuung) hält im Don-Bosco-Heim einen Deutschkurs für Asylwerber ab und Schüler der HAK Amstetten unterstützen die fremdsprachigen Schüler der Übergangsklassen beim Deutschlernen. Zusätzlich haben sich nun noch Pädagogen des Ostarrichi-Gymnasiums Amstetten bereit erklärt, Deutschkurse für Asylwerber direkt an der Schule und in Waldheim sowie in Hausmening zu geben“, freuen sich Königsberger-Ludwig und auch Mauers Ortsvorsteher Anton Ebner über so viel Engagement.

Für jene, denen Asyl zuerkannt wird, besteht dann die Pflicht, Deutschkurse zu besuchen und die erforderlichen Prüfungen abzulegen. In Amstetten gibt es eine Reihe von Bildungsanbietern mit entsprechenden Angeboten. Vertreter des BFI, der Volkshochschule Amstetten, des AMS und des IBZ NÖ West der Diakonie stellten beim Runden Tisch im Rathaus ihre Kurse vor.

Beschlossen wurde dabei, dass künftig das IBZ NÖ West der Diakonie verstärkt als Drehscheibe fungieren und die Asylberechtigten über die Angebote bestmöglich informieren, aber auch die Bildungsanbieter über die Nachfrage an Kursen am Laufenden halten soll.