Erstellt am 15. Dezember 2014, 10:52

von Ingrid Vogl

Es geht um ein Mandat. Die ÖVP St. Pantaleon sagt der SPÖ mit einem Vorzugsstimmenmodell den Kampf an. Verliert die SPÖ ein Mandat, dann ist ihre absolute Mehrheit Geschichte.

Diese 13 Kandidaten rund um Gemeindepartei-Obmann Rudolf Divinzenz (hinten 4.v.r.), Gemeindepartei-Obmannstellvertreter Friedrich Auinger (hinten 4.v.l.) und Obmannstellvertreterin Martina Schmolz (vorne Mitte) stehen auf der Vorzugsstimmenliste.  |  NOEN, privat

In St. Pantaleon-Erla könnte es am 25. Jänner richtig interessant werden. Aufgrund der derzeitigen Mandatsverteilung – SPÖ 11, ÖVP 9, FPÖ 1 – ist Spannung garantiert. Verliert die SPÖ ein Mandat, dann ist ihre absolute Mehrheit Geschichte. Diese zu beenden, ist auch das erklärte Wahlziel von FPÖ und ÖVP.

Divinzenz (ÖVP): „Ein Mandat mehr ist unser Ziel"

Während die Freiheitlichen auf zwei bis drei Mandate hoffen, will ÖVP-Gemeindepartei-Obmann Rudolf Divinzenz der SPÖ vor allem dieses eine wichtige Mandat streitig machen. „Ein Mandat mehr ist unser Ziel. Das ist ja das Zünglein an der Waage“, erklärt er. Möglich machen soll das ein Vorzugsstimmenmodell, das der St. Pantaleoner Bevölkerung letzte Woche präsentiert wurde und sehr gut ankam.

Dreizehn Kandidaten können im Sinne der direkten Demokratie mit einem eigenen Stimmzettel direkt gewählt werden. Einen Spitzenkandidaten gibt es nicht. „Wir führen einen absoluten Teamwahlkampf“, betont Divinzenz. Die Anzahl der Vorzugsstimmen bilde die Grundlage für die Besetzung im Gemeinderat, verspricht der Parteiobmann.

Fairer Wahlkampf: „Wir patzen die SPÖ nicht an"

Obwohl es um viel geht, hat sich das ÖVP-Team einen fairen Wahlkampf zum Ziel gesetzt, bei dem man vor allem auf die eigenen Stärken setzt. „Wir patzen die SPÖ nicht an, das ist nicht unser Stil“, bestätigt Divinzenz.

„Es soll eine neue Kultur des Miteinanders entstehen. Das ist unser Hauptziel“, hofft er auf konstruktive Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. Zentrales Thema im Wahlkampf wird der Hochwasserschutz sein. „Der existiert nämlich noch immer nicht. Es ist noch nicht gelungen ihn umzusetzen“, beklagt Divinzenz.


 

Die ÖVP-Kandidaten

Namen auf der Vorzugsstimmenliste in alphabetischer Reihenfolge:

  • Josef Alkin

  • Friedrich Auinger

  • Karl Auinger

  • Patrick Bauer

  • Anna Buzek

  • Rudolf Divinzenz

  • Alfred Grasserbauer

  • Theresia Haider

  • Renate Hamberger

  • Regina Huber

  • Roman Kosta

  • Karl Öfferlbauer

  • Martina Schmolz