Erstellt am 08. Dezember 2015, 06:43

von Ingrid Vogl

Projekt ist gestorben. SPÖ und Freiheitliche stimmten dem Beitritt zur Gemeinde 21 nicht zu. Das Programm sei zu teuer, so die Begründung.

Vizebürgermeister Josef Alkin, Birgit Weichinger (NÖ.Regional.GmbH), Bürgermeister Rudolf Divinzenz und Alexandra Schlichting von der NÖ Landesregierung (v.l.n.r.) bei der Gemeinde 21-Auftaktveranstaltung im Oktober. Seit vergangenem Donnerstag steht nun fest, dass St. Pantaleon-Erla dem Programm nicht beitreten wird.  |  NOEN, Fuchs

Im Sommer wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, im Oktober eine gut besuchte Auftaktveranstaltung abgehalten. Seit vergangenem Donnerstag ist die Gemeinde 21 in St. Pantaleon-Erla jedoch schon wieder Geschichte. Freiheitliche und SPÖ verhinderten bei der Gemeinderatssitzung mit ihren Gegenstimmen den Beitritt zum Bürgerbeteiligungsprogramm des Landes.

„Es hat sich abgezeichnet“, war Bürgermeister Rudolf Divinzenz zwar enttäuscht, aber nicht wirklich überrascht von dem nicht zustande gekommenen Beitritt.

Dass die Freiheitlichen trotz Arbeitsübereinkommen mit der ÖVP nicht für das Projekt zu gewinnen sein werden, hatte sich angekündigt. Schließlich hatte die FPÖ auf ihrer Homepage die „Gemeinde 21“ stets als „reine Geldvernichtung“ bezeichnet.

"Hätte mir das anders gewünscht"

Die SPÖ hielt sich bis zuletzt bedeckt und ließ den ÖVP-Ortschef dadurch noch einmal hoffen. „Nachdem viele bei den Veranstaltungen dabei waren, hätte ich schon geglaubt, dass jemand mitstimmt, weil es ja ein gutes Projekt ist“, erklärte Divinzenz. „Als Bürgermeister hätte ich mir das anders gewünscht. Die Begründung, dass das Programm zu teuer ist, sehe ich nicht so“, stellte Divinzenz klar. Das sieht die SPÖ natürlich anders.

„Es gibt einen regen Dorferneuerungsverein in Erla und ein bestehendes Ortsentwicklungskonzept. Bürgerbeteiligung ja, aber wir brauchen das Rad nicht neu erfinden. Die Arbeitsgruppen, die sich zuletzt gebildet haben, sollen weiterarbeiten. Dafür brauchen wir keine Gemeinde 21“, sparte SPÖ-Parteiobmann Harald Watzlinger nicht mit deutlichen Worten.

Wie denkst du darüber? Stimm ab!
 

 

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