St. Pantaleon-Erla

Erstellt am 05. April 2017, 06:09

von Sabine Hummer

Rundholzbrücke über Ennskanal ist Geschichte. Die Rundholzbrücke über den Ennskanal wurde abgerissen. Bis Anfang Mai soll die neue Trogbrücke als Verbindung des Donauradweges fertiggestellt sein.

Die Teile, mit denen die Brücke im Erdreich verankert war, sind völlig morsch. Vizebürgermeister Josef Alkin, Gemeinderat Johann Schlögelhofer und Bürgermeister Rudolf Divinzenz bei der Besichtigung der Baustelle.  |  Sabine Hummer

Die Rundholzbrücke, auch das „Tor zum Mostviertel“ genannt, ist Geschichte. Wie berichtet war die nur vierzehn Jahre alte Holzkonstruktion, die den OÖ Donauradweg über den Ennskanal mit dem Niederösterreichischen verbindet, ein Fall für den Sperrmüll.

„Das Problem waren die Wiederlagerbereiche, wo die Konstruktion mit dem Erdreich verbunden war. Dort war Feuchtigkeit in die Balken gelangt, die in diesem Bereich völlig morsch waren“, erklärt Vizebürgermeister Josef Alkin.

Die Brücke war binnen weniger Tage abgebaut. Durch Eigeninitiative der Gemeinde – im Bild Gemeinderat Schlögelhofer – konnten beim Abbau Kosten gespart werden.  |  Fuchs

Weil diese Schwachstelle nicht überbrückt werden konnte, war ein Abriss der Rundholzbrücke die einzige Möglichkeit. Innerhalb weniger Tage wurde die Brücke abgebaut. Die Brücke wurde in sieben Teile zerlegt. 56 Tonnen Holzteile und 400 Kilogramm Schrauben wurden entsorgt und weggebracht.

„Die Abbrucharbeiten waren eigentlich fix vergeben. Durch die Eigeninitiative der Gemeinde und den Verkauf von Holz und Eisen konnten dabei Kosten gespart werden“, lobt Bürgermeister Rudolf Divinzenz das Engagement vom Team rund um Gemeinderat Johann Schlögelhofer.

Das Fundament bleibt bestehen, darauf wird in den nächsten Wochen eine neue Trogbrücke durch die Firma Wiehag errichtet. „Die Charakteristik der Brücke gegenüber der abgerissenen verändert sich natürlich stark. Das Risiko, noch einmal eine Rundholzbrücke zu errichten, war jedoch zu groß“, sagt der Bürgermeister.

Inbetriebnahme beim Mostwandertag geplant

Die neue Radbrücke wird aus Lärchenholz gefertigt, in mehreren Teilen geliefert und per Kran montiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 525.000 Euro. Das Projekt wird durch EcoPlus und das Land NÖ gefördert – da die Brücke am Donauradweg liegt, fällt sie ins Förderprogramm des NÖ Radtourismus. Auf zirka 32.800 Euro wird sich der Finanzierungsbeitrag der Gemeinde St. Pantaleon-Erla belaufen.

Anfang Mai, pünktlich zum Mostwandertag, ist die Inbetriebnahme der Trogbrücke geplant, bis dahin werden die Radfahrer umgeleitet.