St. Pantaleon-Erla

Erstellt am 28. Juli 2016, 04:22

von Daniela Führer

Start für Arbeitskreis zur Ortsentwicklung. Anne Mautner Markhof wird für St. Pantaleon-Erla Entwicklungskonzept erstellen. Arbeitskreis tagt diese Woche erstmals.

VP-Bürgermeister Rudolf Divinzenz will die Vergangenheit abhaken und „Schlag auf Schlag weiterarbeiten.“  |  ÖVP St. Pantaleon, ÖVP

Mit dem einstimmigen Beschluss im Gemeindevorstand, Planerin Anne Mautner Markhof für die Erstellung eines Grobkonzepts zur Gemeindeentwicklung von St. Pantaleon-Erla zu beauftragen, soll – laut Bürgermeister Rudolf Divinzenz – „Schlag auf Schlag weitergearbeitet werden.“

Alle Fraktionen entsenden je zwei Vertreter

Sicher hätte die ÖVP-Fraktion lieber über das Bürgerbeteiligungsprojekt „Gemeinde 21“ ein Konzept zur Entwicklung der Gemeinde erstellt. Und sicher hätte die ÖVP auch lieber das bereits im NÖ Planungsbeirat genehmigte und mit Fördermitteln des Landes bedachte WET-Wohnhausprojekt in der Nähe des Friedhofs umgesetzt. Doch das liegt auf Eis, da keine Mehrheit im Gemeinderat dafür stimmte (die NÖN berichtete, siehe unten). „Wir haben die Beschlüsse nicht zusammengebracht, das ist jetzt so und ist für uns abgeschlossen“, sagt Divinzenz.

Gemeinsam mit Planerin Anne Mautner Markhof wird sich bereits diesen Mittwoch ein Arbeitskreis erstmals zusammensetzen – alle Fraktionen entsenden je zwei Vertreter. „Das Konzept soll alle wesentlichen Punkte zur Ortsentwicklung beinhalten und wir schauen uns sicher auch an, wo man am besten einen gemeinnützigen Wohnbau errichtet“, sagt der Bürgermeister.

Zusammenarbeit mit Planerin für alle positiv

FPÖ-Gemeindeparteiobmann Johann Schlögelhofer freut sich über die Zusammenarbeit mit Planerin Anne Mautner Markhof: „Was ich vorweg zur Grobplanung weiß, kann ich sagen, schaut gut aus. Ich habe ein gutes Gefühl, dass es einige interessante Geschichten werden“, sagt Schlögelhofer.

Auch die SPÖ blickt dem Projekt mit der Planerin positiv entgegen. Prinzipiell sei laut SP-Parteiobmann Harald Watzlinger ja das WET-Wohnhausprojekt von seiner Fraktion deshalb abgelehnt worden, weil die SPÖ zuerst die Problemstellungen rund um die Zentrumsentwicklung mit mehr Platzbedarf für Feuerwehr, Musikverein, Schuhplattler, barrierefreie Standorte für Gemeinde und Gemeindearzt professionell gelöst sehen wollte, bevor man sich mit einem großen Wohnbau womöglich etwas verbaue.

„Eventuell kommen noch andere Wünsche hinzu wie Nahversorger, Café und Veranstaltungsraum. Mitbedacht muss auch die Parkplatzsituation werden. Erst wenn dieses Konzept steht, der Raumbedarf klar ist und das Grundstück für das WET-Wohnhaus noch frei bleibt, kann es verkauft werden. Es wäre natürlich ein idealer Standort für einen Wohnbau“, sagt Watzlinger. Er verweist aber auch auf das bestehende Ortsentwicklungskonzept, das vor mehr als zehn Jahren er- und teilweise abgearbeitet wurde. Das Rad noch einmal völlig neu zu erfinden, hält er für wenig sinnvoll, „aber sicher kann man neue Vorschläge und Ideen einbinden und diskutieren.“