St. Peter in der Au

Erstellt am 19. Juli 2016, 06:20

von Sabine Hummer

Pilz bedroht 300 Jahre alte Schlossbäume. Rotbuchen sind vom Hallimasch-Pilz befallen. Sachverständiger rät zur Abholzung.

Der Pilzbefall ist gut sichtbar. Bei den angegriffenen Stellen ist der Baum morsch. Bürgermeister Johannes Heuras hofft dennoch auf eine Heilmethode für die Bäume.
 
 |  Sabine Hummer

Eine Hiobsbotschaft erreichte kürzlich Bürgermeister Johannes Heuras am Gemeindeamt. Vor fünf Jahren hat der Maschinenring zuletzt einen Lastplattenversuch an den drei jahrhundertealten Rotbuchen im Schlosspark durchgeführt. Mit dieser Methode wird die Traglast der Bäume eruiert und somit auch festgestellt, ob die Sicherheit im Park gewährleistet werden kann.

„Damals waren alle Bäume okay. Nun stand wieder eine derartige Untersuchung am Plan, doch dazu ist es gar nicht gekommen“, erzählt der Bürgermeister. Denn der Baumsachverständige des Maschinenrings bemerkte einen Pilzbefall an den uralten Bäumen.

Die Rotbuchen sind ein besonderer Hingucker und ein beliebtes Fotomotiv im Schlosspark St. Peter. Nun könnte ihnen die Abholzung drohen.  |  Sabine Hummer

„Es handelt sich um einen Hallimasch-Pilz. Ein Baum ist stark befallen, bei einem weiteren hat der Pilz ebenfalls bereits Spuren hinterlassen. Die dritte Rotbuche steht im Windschatten der beiden Bäume und ist laut Sachverständigem ebenfalls nicht zu retten. Uns wurde empfohlen, die Bäume fällen zu lassen“, ist der Ortschef verzweifelt.

Die wunderschönen Bäume sind ein besonderer Hingucker im Schlosspark und bei vielen Brautpaaren als Fotomotiv beliebt. „Ich kann mir den Park ohne die Rotbuchen gar nicht vorstellen“, sucht Heuras nach Möglichkeiten, die Abholzung zu verhindern.

Der Bürgermeister will sich noch eine zweite Meinung einholen. „Natürlich muss die Sicherheit im Park auf jeden Fall gewährleistet sein. Wir werden aber nichts unversucht lassen, um diese einzigartigen Bäume zu retten. Vielleicht gibt es ja irgendwelche alternativen Möglichkeiten“, hofft Heuras.