Erstellt am 21. September 2015, 17:14

von Ingrid Vogl

Anrufsammeltaxi: flexibler, aber teurer. Landesförderung für Anrufsammeltaxi wurde gestrichen. Änderungen beim AST treten mit 1. November in Kraft.

Die AST-Haltestellen und die Telefonnummer des Callcenters haben ausgedient. In Zukunft wird das Anrufsammeltaxi beim Taxiunternehmen selbst bestellt und der Transport der Fahrgäste erfolgt nicht mehr zwingend nur von bzw. zu den AST-Sammelstellen. Mit den Änderungen geht aber auch eine Preisanhebung um einen Euro einher.  |  NOEN, Fuchs

St. Valentin und die öffentlichen Verkehrsmittel – das ist ein kompliziertes Kapitel.

In den letzten Jahren wurde viel versucht, aber das Angebot, wie etwa der Citybus, wurde von der Bevölkerung nicht wie gewünscht angenommen. Was funktionierte, war das Anrufsammeltaxi (AST). Und gerade da gibt es nun Probleme, die die Stadtverantwortlichen zu Änderungen zwingen.

„Für die Fortführung des Anrufsammeltaxis in der praktizierten Form sind keine Fördermittel des Landes mehr zu erwarten. Die Förderung wurde auch rückwirkend für 2014 gestrichen“, erklärte Stadtrat Heinrich Ströcker in der Gemeinderatssitzung am letzten Montag. In den letzten Jahren betrug die Förderung durchschnittlich 15.000 Euro pro Jahr – je nach Anzahl der tatsächlich absolvierten Fahrten.

Diesen Einnahmenentfall gilt es nun zu kompensieren, denn weiterführen möchte man das Anrufsammeltaxi auf jeden Fall. „Es wurde sehr gut angenommen, daher wollen wir das System nicht ändern“, stellt Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr klar.

Preise werden ab November angehoben

So wird es mit 1. November zu einer Preiserhöhung um einen Euro kommen. Eine normale Fahrt wird dann vier Euro kosten, der Verkehrsverbund-Tarif und der Preis für Inhaber einer St. Valentin-Card wird drei Euro pro Fahrt betragen. „Der Durchschnittspreis, der an das Taxiunternehmen Webersdorfer gezahlt wird, beträgt 5,50 Euro. Die Gemeinde zahlt also 1,50 beziehungsweise 2,50 Euro dazu“, informiert Suchan-Mayr.

Mit der Preiserhöhung gehen aber noch weitere Änderungen einher, die das AST für die Benutzer attraktiver machen. Die Bestellung eines Taxis wird in Zukunft nicht mehr über die AST-Zentrale erfolgen, sondern direkt beim Taxiunternehmen. „Viele haben sich von Anfang an über das Callcenter beschwert, weil sich die Leute in Hollabrunn nicht auskennen“, weiß die Bürgermeisterin.

Der Fahrplan wird flexibler werden. Die Fahrten müssen nicht mehr zwingend von beziehungsweise zu den AST-Sammelstellen erfolgen. In Zukunft kann ein Fahrgast auch von der Haustüre abgeholt und direkt zum gewünschten Fahrtziel gebracht werden.