St. Valentin

Erstellt am 28. Juni 2016, 04:09

von NÖN Redaktion

Blasmusik-Kapelle: Dreitagesfest zum Jubiläum. St. Valentin veranstaltete das Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung.

Als erstes Ensemble trat die Gastgeber-Stadtkapelle St. Valentin mit Stabführer Rainer Heszle an– mit den Musikstücken „Niederösterreich Marsch“ und „Durch den Strudengau“. Als Kürfigur zeigte man die „150 -Jahr-Jubiläumszahl“ und erreichte in der Stufe E 90 Punkte.  Foto: Heribert Hudler  |  Heribert Hudler

Urkundlich erwähnt gibt es die Stadtkapelle St. Valentin schon seit 1866. Doch erst 1924 wurde der Beschluss eines Vereinsstatus gefasst. Kapellmeister Karl Ascherbauer übergab damals nach 45 Jahren den Taktstock an Karl Hummer. Das sind die ersten Aufzeichnungen über die Stadtkapelle St. Valentin.

Die erfolgreiche Geschichte des Ensembles wurde nur durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen. 1983 im Rahmen der Stadterhebung von St. Valentin erhielt auch die Musikkapelle die Berechtigung, sich – wie heute – Stadtkapelle zu nennen.

Am vergangenen Wochenende wurde in St. Valentin das 150-Jahr-Jubiläum der Stadtkapelle groß gefeiert. Startschuss war die „Grill’n‘Chill Night“ mit zahlreichen Schmankerln der besten St. Valentiner Grillprofis. Als Mitternachtseinlage verzauberten Travestiekünstler das Publikum.

Ensemble wählte als Kürfigur das Peace-Zeichen

Blasmusik pur gab es dann am Samstag. Bei der Marschmusikbewertung traten am Nachmittag 22 Musikkapellen an. Herausragend war der Musikverein Biberbach. Das Ensemble glänzte mit den Musikstücken „Im Zigeunerlager“, „Narcotic“ und dem „Simson Marsch“. Als Kürfigur zeigten die Biberbacher „Fete en Violette“. Dafür gab es die Tageshöchstwertung von 95,5 Punkten.

„Auf der Welt gab es noch nie so viele Kriege und Flüchtlinge. Das Peace-Zeichen drückt den Wunsch nach Frieden und Völkerverständigung aus“, lauteten die Worte von Stabführer Johannes Buchinger vom Musikverein Ernsthofen. Sein Ensemble wählte als Kürfigur das Peace-Zeichen aus und der gelungene Auftritt brachte den Ernsthofnern 90 Punkte bei der Marschmusikbewertung.

Am Abend ging es mit einem Festumzug und einem Großkonzert weiter. Sehr schön geschmückte Wägen und Gruppen und dazwischen mehr als 20 Musikkapellen zogen durch die Stadt und nahmen schließlich am Trainingsplatz des SC St. Valentin zum Großkonzert Aufstellung.

Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr gratulierte der Stadtkapelle zum tollen Fest und überreichte mit Bezirksobmann Harald Weidinger und dem Obmann der Stadtkapelle, Franz Mühlberghuber, Urkunden an die Musiker. Bundesrat Andreas Pum sprach über die Wichtigkeit der Musikkapellen in den Orten. Am Sonntag sorgten der Musikverein Behamberg und der „Stodertaler Gaudieexpress“ für beste Stimmung.

Ergebnis Marschmusikbewertung

MV Biberbach E, 95,50
MK Seitenstetten E, 93,00
TMK St. Michael/Bruckb. E, 92,50
MV Wolfsbach E ,92,00
STK St. Valentin E, 90,00
MV Haidershofen E, 90,00
MV Ernsthofen E, 90,00
MV St. Pantaleon  E, 88,50
MV Weistrach E, 88,00

MV Kollmitzberg D, 87,00
STK Stadt Haag D, 86,00
MV Hilm-Kematen  D, 84,50
MV Wachtberg D, 84,00
MV Waldhausen D, 84,00
MV Strengberg D, 83,50
TMK St. Georgen/Ybbsf. D, 83,00
MV Stephanshart D, 82,00
MV Winklarn D, 82,00
MV Ulmerfeld-Hausm. D, 81,00
MV Erla D, 80,00
TMK Wallsee-Sindelburg D, 79,00