Erstellt am 10. November 2015, 05:57

von Ingrid Vogl

St. Valentiner Eislaufplatz aus Plastik hat ausgedient“. Eislaufen ist in St. Valentin nach einem Jahr wieder Geschichte. Der Kunststoffeislaufplatz wurde nicht wie gewünscht angenommen und daher zurückgegeben.

Im November des Vorjahres eröffnete Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr feierlich den Kunststoffeislaufplatz auf der Wiese neben dem Jugendzentrum. Dieses Freizeitangebot wird es in Zukunft nicht mehr geben. Die Alternative zum »richtigen« Eis wurde nicht nach Wunsch angenommen. Foto: Vogl  |  NOEN, Vogl
Eislaufen trotz Plusgraden, das wurde in St. Valentin im Vorjahr angeboten. Möglich wurde das ungewöhnliche Vergnügen durch die Anmietung eines mobilen, wetterunabhängigen Eislaufplatzes aus zusammengesteckten Plastikplatten.

Der 200 Quadratmeter große Eislaufplatz, der auf der Wiese neben dem Jugendzentrum errichtet wurde, kostete der Stadt 2.000 Euro pro Woche – gut fünf Wochen war er aufgebaut. Ein teurer Freizeitspaß, der von den Bürgern nicht wie erhofft angenommen wurde.

Kunststoff würde zu viel bremsen

Nach Abwägen der Vor- und Nachteile, der Kosten und einer Befragung der Nutzer ist man seitens der Gemeinde zu einem Entschluss gekommen: „Wir werden den Eislaufplatz nicht mehr aufstellen“, erklärt Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.

Das Kunststoffeis sei nicht so gut angekommen, wie erhofft und war, wie sich herausstellte, nur für die Kleinsten gut zum Eislaufen geeignet. Bei den älteren Kindern und Jugendlichen habe es schon Kritik gegeben, dass der Kunststoff zu viel bremse. Deshalb habe man sich entschieden, so Suchan-Mayr, die gemieteten Kunststoffplatten wieder zurückzugeben.

Die ÖVP, die dem Projekt von Beginn an mit Skepsis gegenüberstand, sieht ihre Bedenken durch die Rückgabe bekräftigt. „Es hat sich das bestätigt, was wir von Anfang an gesagt haben. Der Eislaufplatz war viel zu teuer dafür, wie wenig er angenommen wurde. Und das, obwohl er gratis zu benützen war. Wenn, dann muss man die Eisvariante machen“, betont Stadtrat Andreas Pum.

„Richtiges“ Eis kommt für die Bürgermeisterin aus Kostengründen aber keinesfalls in Frage. Damit die St. Valentiner Kinder und Jugendlichen aber nicht gänzlich auf das Eislaufen verzichten müssen, hat man sich ein Alternativangebot einfallen lassen. „Wir werden Busse organisieren, die zum Eislaufplatz in Steyr fahren“, verkündet Suchan-Mayr.

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