Erstellt am 11. April 2017, 05:21

von Ingrid Vogl

Gericht: Umbau soll im Herbst starten. An der Rückseite des Gerichtsgebäudes muss ein Lift angebaut werden. Kleinkindbetreuung soll ebenfalls einziehen.

Bürgermeister Lukas Michlmayr (l.) und Vizebürgermeister Anton Pfaffen-eder vor dem Sanitärturm des Gerichtsgebäudes, der zu einem Lift umfunktioniert wird. Insgesamt 950 Quadratmeter beträgt der Flächenbedarf für das Bezirksgericht.  |  NOEN, Vogl

Der Kampf der Haager um ihr Bezirksgericht war ja bekanntlich erfolgreich. Die Verordnung, dass Haag von einer Außenstelle des Amstettner Gerichts wieder zu einem eigenständigen Bezirksgericht wird, wurde am vergangenen Dienstag vom Ministerrat beschlossen. In Kraft treten wird sie mit 1. September.

Allzu viel Zeit bleibt daher nicht mehr für die Sanierung und den Umbau des Gerichtsgebäudes. Notwendig ist dies aber deshalb, weil etwa in manchen Etagen noch mit Strom geheizt wird, und das Gerichtsgebäude vor allem nicht barrierefrei erreichbar ist.

Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht und der Eingangsbereich so bleiben muss, wie er jetzt ist, kann nur an der Rückseite ein Lift angebaut werden. „Ein Sanitärturm wird ausgehöhlt und ein Lift eingebaut“, konkretisiert Bürgermeister Lukas Michlmayr die Pläne. Der Parkplatz an der Rückseite wird ebenfalls vergrößert und einige Behindertenparkplätze geschaffen.

Kleinkindbetreuung im Gericht geplant

In das Gebäude aus dem Jahr 1902 wird aber nicht nur das Gericht einziehen, sondern ebenerdig soll auch eine Kleinkindbetreuung für Kinder von eineinhalb bis zweieinhalb Jahren untergebracht werden. „Momentan gibt es eine Frühkindbetreuung gemeinsam mit Haidershofen. Es gibt nun aber die Überlegung, in Haag eine eigene Gruppe zu machen“, erklärt Michlmayr. Der Standort wäre günstig, da sich direkt neben dem Gerichtsgebäude ein Kindergarten befindet.

„Den Spielplatz könnte man dann gemeinsam benutzen“, so Michlmayr. Erste Gespräche mit Landesrätin Barbara Schwarz hat der Bürgermeister bereits geführt. „Die Förderungen sind bereits vergeben, aber wir werden weiterhin das Gespräch suchen“, will man an dem Plan festhalten. Bedarf ist jedenfalls vorhanden, denn 2015 war in Haag ein ganz besonders geburtenstarker Jahrgang.

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde ein Planer für die Sanierung und den Umbau beauftragt. Noch im Herbst möchte man mit den Arbeiten beginnen.