Erstellt am 18. März 2016, 10:52

von Wolfgang Zarl

Standing Ovations für jugendliches „Jesus Christ Superstar“. Das kirchliche Seitenstettner Jugendhaus Schacherhof bietet das Musical „Jesus Christ Superstar“ an, am Mittwoch war Premiere.

 |  NOEN, Wolfgang Zarl
Insgesamt sind 70 Jugendliche aus Niederösterreich am Musical beteiligt und sie brachten dafür rund 5000 Stunden auf. Bei der Premiere gab es Standing Ovations, weitere Aufführungstermine sind der 18. und 19. März um 19:30 Uhr sowie der 20. März um 16 Uhr – also eine Woche vor Ostern.
 
Zu sehen ist das Stück in der Mostviertelhalle in Haag, wo eine technisch aufwändige Bühne aufgebaut wird. Insgesamt erwarten sich die Organisatoren dafür rund 2500 Zuschauer/innen. Das Stück „Jesus Christ Superstar“ sorgte in den 1970er-Jahren für großen Wirbel, es geht in dieser Rockoper um die sieben letzten Tage Jesu vor seiner Hinrichtung am Kreuz.



In der Aufführung sprach der Schacherhof auch gesellschaftspolitische Themen wie Flüchtlingskrise, Krieg, Hunger oder Umweltzerstörung an. Das solle auch aufzeigen, dass „gesellschaftspolitische Themen für Jugendliche aktueller denn je sind“, so Michael Burghofer, Leiter des Schacherhofsa. Jesus werde in dem Musical nach Schacherhof-Art also mit den Themen der Gegenwart konfrontiert. Im Stück von Andrew Lloyd Weber und Tim Rice geht es um Verrat durch Judas, sowie um Kampf und Vertrauen.
 
Die Vorbereitungen laufen seit Sommer 2015, um inhaltliche Inszenierung, Bühnenbild, musikalische Umsetzung, Finanzen, Schauspiel, Technik und Tanz sowie viele weitere Details zu klären.
 
Burghofer verweist auf eine „moderne Inszenierung und Umsetzung“ der Jugendlichen, die alle gratis mitwirken. Die biblische „Geschichte“ sei zwar 2000 Jahre alt, doch immer noch faszinierend. Und diese wolle man „in das Heute übertragen“. Der Jugendhaus-Leiter sagt, dass sich viele junge Leute durch das Musical intensiv mit der Bibel beschäftigen würden. Die Proben seien von Begeisterung und Enthusiasmus getragen, unter den jugendlichen Darsteller/innen gebe es Profis und Amateure. Der Reinerlös kommt nichtdeutschsprachigen Kindern für ein Patenschaftsprojekt zugute.