Strengberg

Erstellt am 15. Juni 2017, 05:19

von Ingrid Vogl

Hallenbad-Debatte kostet zu viel Zeit. Sollte sich der Umbau des Strengberger Hallenbades zum Kindergarten verzögern, können im Provisorium nur weniger Kinder als geplant aufgenommen werden.

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Der verbale Schlagabtausch über die Schließung des Hallenbades geht in die nächste Runde. Nachdem sich die von der SPÖ unterstützte Bürgerinitiative rund um Elisa Klimmer-Mayrl mit einem Flugblatt an alle Haushalte gewandt hatte, nahm Bürgermeister Roland Dietl (ÖVP) nun in der neuesten Gemeindezeitung auf über drei Seiten zu den geäußerten Vorwürfen Stellung und untermauerte seinen Standpunkt, dass die Schließung des defizitären Bades die einzig richtige Entscheidung sei.

Außerdem richtete der Ortschef einen dringenden Appell an seine Gemeindebürger, „wieder Ruhe einkehren zu lassen“, damit man wieder über die Fraktionen hinweg konstruktiv an der Entwicklung der Gemeinde weiterarbeiten könne.

Beim Kindergarten drängt die Zeit

Durch die Debatte um die Schließung des Bades sei nämlich, so Dietl, die Notwendigkeit einer weiteren Kindergartengruppe (die ja in den Räumlichkeiten des Bades errichtet werden soll) zu sehr in den Hintergrund gerückt. Aber hier drängt schön langsam die Zeit. „Wenn sich die Umbauarbeiten noch weiter verzögern, müsste die vierte Kindergartengruppe in ihren provisorischen Räumlichkeiten im Amtshaus bleiben. Das hätte zur Folge, dass weniger Kinder im Kindergarten aufgenommen werden können als geplant“, warnt der Bürgermeister.

Eine weitere Kindergartengruppe wäre nämlich für 25 Kinder ausgelegt, im Provisorium sind aber nur 18 Kinder erlaubt. „Bereits jetzt haben wir mehr Anmeldungen für den Kindergarten als verfügbare Plätze. Durch Bauverzögerungen müssten bereits erteilte Zusagen wieder zurückgenommen werden“, erklärt Dietl, dass dies gegenüber berufstätigen Eltern „nicht zu verantworten wäre“.

Trotz allen Gegenwinds bleibt der Bürgermeister also seinem eingeschlagenen Weg treu. „Die Erhaltung und Sicherung der Kinderbetreuung stellt für die Gesamtheit der Strengberger den größeren Nutzen dar als die Erhaltung des Hallenbades“, ist er überzeugt. Denn nur der Umbau des Hallenbades zu Kindergartenräumlichkeiten ermögliche es, aufgrund des größeren Platzangebotes bei Bedarf noch eine fünfte Gruppe zu installieren. Der geplante Bewegungsraum lasse sich, so Dietl, ohne Umbauarbeiten zu einem Gruppenraum umfunktionieren.